Fallstudie in Etappen: Startseite und Partnerseite im Vorher-Nachher-Vergleich
Website-Redesign für Vetmedicus: Eine Startseite geht in Behandlung
Vetmedicus bildet seit 1998 Menschen aus, die Tieren helfen wollen: Tierheilpraktikerinnen, Tierphysiotherapeuten, Ernährungsberaterinnen. Vierzehn Aus- und Weiterbildungen, dazu Praxisseminare und Webinare, alles im eigenen Tempo. Die Startseite hat davon lange zu wenig verraten. Sie war über Jahre mitgewachsen, Kurs um Kurs, und hatte sich dabei angewöhnt, was Therapeuten eine Schonhaltung nennen: Es ging alles noch, nur nicht mehr rund.
Ein Website-Redesign ist deshalb kein Abriss, und in diesem Fall auch kein Projekt mit Schlusstermin. Es läuft im Rahmen unserer erweiterten Wartung: Seite für Seite, solange wir die Website betreuen. Wir gehen dabei vor wie in der Praxis, erst Anamnese, dann Befund, dann Behandlung. Bilder, Kurse und Farben bleiben, denn sie gehören zu Vetmedicus. Neu sind Ordnung, Typografie und der Weg durch die Seite.
Den Anfang machen die Startseite und die Partnerseite. Diese Fallstudie zeigt Abschnitt für Abschnitt, was vorher war und was jetzt ist. Den Regler darf man selbst schieben.
Kunde
Vetmedicus – Ausbildungszentrum für Tierheilkunde, Mitterfels
Services
Erweiterte Wartung, Website-Redesign in Etappen (bisher Startseite und Partnerseite), Typografie und Farbsystem, Kursübersicht als Kartenraster, Kopf- und Fußzeile, Übernahme der SEO-Angaben
Jahr
2026
Teil 1, die Startseite: der erste Eindruck
Vorher ein Bild. Jetzt eine Einladung
Die alte Startseite begann mit einem schönen Foto und drei Zeilen Text. Anklicken ließ sich dort nichts. Wer wissen wollte, was Vetmedicus anbietet, musste erst einmal scrollen.
Die neue beantwortet in der ersten Bildschirmhöhe die drei Fragen, die jeder Besucher mitbringt: Wo bin ich, was gibt es hier, und was mache ich als Nächstes? Dafür stehen zwei Knöpfe im Bild, „Alle Ausbildungen ansehen“ und „Jetzt anmelden“. Direkt darunter folgen vier Fakten, die Vertrauen schaffen, bevor überhaupt gescrollt wird: seit 1998 am Markt, vierzehn Aus- und Weiterbildungen, ein Zertifikat zu jedem Kurs, Praxisseminare und Webinare zusätzlich.
Typografie und Farbe
Wenn alles fett ist, ist nichts betont
Im alten Begrüßungsblock stand jeder Satz fett, zentriert und in Blau auf Sandfarbe. Begrüßung, Herbstangebot, Selbstbeschreibung: alles untereinander, alles gleich laut. Das Auge fand keinen Anfang.
Jetzt tragen zwei Schriften die Seite, eine Serifenschrift für die Überschriften und eine ruhige Grotesk für den Fließtext. Die Sandfarbe ist geblieben, aber sie hat die Rolle gewechselt: vom Hintergrund der ganzen Seite zum Akzent, der genau einen Abschnitt hervorhebt. Das Herbstangebot hat dadurch eine Frist und einen Knopf bekommen. Und daneben steht, was vorher nur klein in der Fußzeile zu finden war: dass sich die Ausbildung in Monatsraten zahlen lässt.
Die Kursübersicht
Vierzehn Kurse, ein Raster
Das Herzstück jeder Bildungsseite ist das Angebot. Vorher lag es als Zickzack-Liste vor: Bild links, Titel rechts, in der nächsten Zeile umgekehrt, und das für jeden Kurs. Am Desktop waren das rund 4.400 Pixel Scrollweg, auf denen der Blick bei jeder Zeile die Seite wechseln musste.
Jetzt ist es ein Kartenraster: drei Kurse nebeneinander, Bild oben, Titel darunter, ein Link. Dieselben Bilder, dieselben Kurse, aber nur noch rund 2.500 Pixel, also gut 40 Prozent weniger Weg. Davor steht ein eigener Abschnitt „Ausbildungen im Fokus“, der vier ausgewählte Ausbildungen nach vorn holt. Wer schon weiß, was er sucht, ist nach einem Blick am Ziel.
Was vorher fehlte
Drei Schritte, die bisher niemand erklärt hat
Manches lässt sich nicht vergleichen, weil es vorher nicht da war. Wie läuft eine Ausbildung bei Vetmedicus eigentlich ab? Die Antwort kannte das Team, auf der Startseite stand sie nicht.
Jetzt steht sie da, in drei Schritten: Kurs wählen, im eigenen Tempo lernen, mit Zertifikat abschließen. Darüber der Satz, der die größte Hürde nimmt: keine festen Starttermine, der Einstieg ist jederzeit möglich.
Ebenfalls neu ist das Band der geprüften Partner, bei denen Schülerinnen, Schüler und Absolventen eigene Konditionen bekommen. Für Interessenten ist das ein stilles Argument: Diese Schule ist in ihrer Branche vernetzt.
Das Seitenende
Am Ende steht der nächste Schritt
Unten auf der alten Seite hingen zwei große Banner mit viel Luft dazwischen. Der eigentliche Anmelde-Knopf war ein Bild im Bild. Darunter schwebte, etwas verloren, der gesetzlich vorgeschriebene Knopf zum Vertragswiderruf.
Jetzt schließen drei gleichwertige Karten die Seite ab: wer Vetmedicus ist, wie man startet, wie man Kontakt aufnimmt. Jede mit einem Bild, zwei Sätzen und einem Link. Der Widerrufsknopf sitzt dort, wo man ihn sucht, bei den rechtlichen Links in der Fußzeile. Aufgeräumt wirkt eine Seite nicht, weil weniger drinsteht, sondern weil alles seinen Platz hat.
Auf dem Smartphone
Gelernt wird auf dem Sofa
Wer sich abends nach der Arbeit über eine Weiterbildung informiert, sitzt selten am Schreibtisch. Auf dem Smartphone zeigte die alte Startseite ihre Schonhaltung am deutlichsten: zentrierte Fettschrift über mehrere Zeilen, große Lücken, ein Hinweistext, der mitten im Satz umbrach.
Die neue Seite ist für den Daumen gebaut. Die beiden Knöpfe liegen untereinander und sind groß genug zum Treffen, die vier Fakten stehen im Zweierraster, der Text läuft linksbündig. Das Herbstangebot passt mit Frist und Knopf auf einen Bildschirm. Im Vergleich zu sehen sind je drei aufeinanderfolgende Bildschirmhöhen.
Teil 2, die Partnerseite: der Einstieg
Empfehlungen, die man gern liest
Die Seite „Unsere Empfehlungen“ stellt fünf Unternehmen vor, bei denen Schülerinnen, Schüler und Absolventen von Vetmedicus eigene Konditionen bekommen. Vorher begann sie mit einem schmalen Banner und einem Einleitungsabsatz in durchgehender Fettschrift. Was die Seite eigentlich bietet, stand im dritten Satz.
Jetzt hat sie einen eigenen Seitenkopf mit Bild. Die Einleitung ist geteilt in die Aussage und das, was man sonst überliest. Direkt darunter fasst eine Zeile das Wichtigste zusammen: fünf Partner, 10 bis 20 Prozent Nachlass, bei AmpliVet 200 Euro. Ob sich das Weiterlesen lohnt, weiß man nach einer Sekunde.
Fünf Partner, fünf Karten
Der Nachlass steht jetzt da, wo man hinschaut
Vorher war jeder Partner eine Zeile aus Text links und Logo rechts, getrennt durch eine Linie. Der Nachlass, also der eigentliche Grund für die Seite, stand mitten im fett gesetzten Absatz, die Kontaktdaten als lose Zeilen darunter.
Jetzt bekommt jeder Partner eine Karte mit festem Aufbau: oben ein Bild in der Sprache des Unternehmens, darunter Name und Fachgebiet, dann der Nachlass als eigener, hervorgehobener Kasten, Kontakt und Telefon in einer kleinen Tabelle, unten der Link zur Website. Drei Karten nebeneinander, alle nach demselben Muster. Die Angebote lassen sich vergleichen, statt sie nacheinander lesen zu müssen.
Einer der fünf Partner sind übrigens wir selbst. (Befangen sind wir an dieser Stelle also.)
Fortsetzung folgt
Nach der Behandlung kommt die Nachsorge
Fertig ist hier nichts, und das ist Absicht. Das Redesign läuft im Rahmen einer erweiterten Wartung: Neben Updates, Sicherungen und Sicherheit nehmen wir uns nach und nach eine Seite nach der anderen vor, über die kommenden Monate und Jahre, in denen wir die Website betreuen. Ein Website-Relaunch in Etappen also, ohne Baustellenschild und ohne Stichtag.
Überarbeitet sind bisher die Startseite und die Partnerseite. Alle anderen Seiten stehen noch im alten Kleid und kommen der Reihe nach dran. Damit die neue Startseite ihren Platz bei Google behält, sind Titel, Beschreibung und Strukturdaten mit umgezogen, alte Adressen leiten weiter. Online ist sie seit dem 21. September 2026.
Diese Fallstudie wächst mit: Sobald der nächste Bereich fertig ist, kommt hier das nächste Vorher-Nachher dazu.
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