Willkommen auf der WordPress-Baustelle – hier treffen High-Tech-Bagger auf kreative Architekten, um deine Website hochzuziehen.
Auf einer Großbaustelle wählst du die richtigen Werkzeuge und Maschinen, um effizient ans Ziel zu kommen. Genauso verhält es sich beim Erstellen von Websites mit WordPress Page Buildern. Es gibt vielfältige Page-Builder-Plugins – vom mächtigen Alleskönner bis zum spezialisierten Profi-Tool. In diesem Vergleich schauen wir uns die beliebtesten Vertreter an: Elementor, Divi, Breakdance, Bricks, Oxygen, Beaver Builder, Spectra, Thrive Architect, SeedProd, Gutenberg (Block Editor + FSE), WPBakery, Brizy und Themify Builder. Jeder dieser „Baustellenhelfer“ hat eigene Vorteile, Nachteile, ein eigenes Lizenzmodell, spezielle Features, Performance-Eigenheiten und bevorzugte Einsatzgebiete.
Als Agentur mit technisch tiefem Know-how nehmen wir dich mit in den Maschinenraum der WordPress-Webentwicklung. Wir beantworten typische Fragen zu Kompatibilität, Performance und Update-Frequenz der Page Builder. Dabei nutzen wir eine durchgehende Metapher: Stell dir vor, du bist Bauleiter*in deines Webprojekts und entscheidest, welche Maschinen auf deiner Baustelle zum Einsatz kommen.
Legen wir den Helm an und vergleichen die WordPress Page Builder – praxisnah, humorvoll, aber sachlich fundiert. Los geht’s!
Marktführer, erweiterbar und schneller denn je
🥇 Elementor: Der Allrounder mit Power
Elementor ist auf der Website-Baustelle der multifunktionale Alleskönner – ein Schweizer Taschenmesser, das in nahezu jeder Situation einsetzbar ist. Mit seinem intuitiven Drag-&-Drop-Editor und unzähligen Widgets gilt Elementor als Top-Werkzeug sowohl für Einsteiger als auch Profis¹. Du kannst Layouts per Mausklick zusammenstellen, vom Header bis zum Footer alles gestalten, und dank Live-Vorschau siehst du Änderungen in Echtzeit.
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Features & Besonderheiten Elementor bringt eine riesige Bibliothek an Vorlagen und Design-Elementen mit. Ob Kontaktseite, Landingpage oder Online-Shop – vorgefertigte Templates beschleunigen die Aufbauarbeit¹. Fortgeschrittene freuen sich über den integrierten Theme Builder (für Kopf- und Fußzeilen, Blog-Templates etc.), Popup-Builder, Formulare und umfangreiche WooCommerce-Integration. Die Erweiterbarkeit ist unübertroffen: Es gibt einen ganzen Markt an Drittanbieter-Addons und Plugins, die Elementor um Module und Funktionen ergänzen. Dieser gigantische Ökosystem-Effekt ist ein klarer Vorteil von Elementor¹. Kurz gesagt, Elementor ist nicht nur Werkzeug, sondern eine ganze Werkzeugkiste für deine Baustelle. -
Vorteile- Benutzerfreundlichkeit: Klare Oberfläche mit Seitenleisten-Editor – man findet sich schnell zurecht, ohne eine Zeile Code¹.
- Große Community & Addons: Mit über 12 Millionen Websites (Stand 2025)¹ und rund 40–50% Marktanteil unter den Page Buildern ist Elementor marktführend. Das sorgt für viele Tutorials, Addons und Entwickler, die sich auskennen.
- Umfangreiche Funktionen: Von Animationen über Inline-Editing bis zum Rolleneditor (für Benutzerrechte) deckt Elementor nahezu alle Bedürfnisse ab. Viele Plugins (z.B. SEO, Performance-Tools) sind kompatibel, da Elementor weit verbreitet ist.
- Kostenloser Einstieg: Es gibt eine kostenlose Basis-Version, die für einfache Projekte bereits viele Widgets enthält. Die Pro-Version erweitert dies massiv (z.B. Theme Builder, professionelle Vorlagen)¹.
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Nachteile- Performance-Belastung: Elementor galt lange als etwas „schwergewichtig“. Der Code ist weniger schlank als bei manch anderen Tools, was zu langsameren Seiten führen kann¹. Neuere Versionen haben hier nachgebessert (u.a. Flexbox Container für sauberen Code und Performance-Modi), aber eine mit Elementor gebaute Seite benötigt oft mehr Optimierung (Caching, Komprimierung), um richtig schnell zu sein.
- Lock-in-Effekt: Wird Elementor deaktiviert, bleiben zwar die Inhalte als HTML bestehen, aber das Design geht verloren. Einige Styling-Codeschnipsel (Shortcodes oder CSS-Klassen) könnten übrigbleiben. Ein Umstieg auf einen anderen Builder bedeutet also meist Neubau der Seiten.
- Jährliche Kosten für Pro: Für volle Power ist Elementor Pro nötig. Das Lizenzmodell ist abonnementbasiert (ab ca. 59 $/Jahr für 1 Website bis 399 $/Jahr für 1000 Websites)¹. Auf lange Sicht kann das teurer sein als eine Lifetime-Lizenz mancher Konkurrenten.
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Lizenzmodell Die Kernversion ist kostenlos im WordPress-Plugin-Repo. Elementor Pro kommt mit jährlichen Plänen (keine Lifetime-Option). Für Agenturen interessant: höhere Pläne erlauben viele Websites (das Agency-Paket deckt bis zu 1000 Seiten)¹. Unterstützung und Updates gibt’s während der Laufzeit. -
Erweiterbarkeit & Kompatibilität Elementor funktioniert mit nahezu jedem Theme – häufig nutzt man jedoch schlanke Basis-Themes wie das offizielle Hello Theme oder Premium-Themes wie Astra, das wir selbst einsetzen und das als besonders performant, hochkompatibel und nahezu wie geschaffen für Elementor gilt. Dank der großen Nutzerbasis existiert ein riesiges Ökosystem an Addons, die den Funktionsumfang erweitern – darunter Crocoblock, WP Met ElementsKit, Happy Addons, Ultimate Addons und viele weitere. Die API ermöglicht zudem die Entwicklung eigener Widgets und individueller Erweiterungen. Auch gängige Plugins wie SEO-Tools, Membership-Plugins oder Performance-Optimierer sind in der Regel problemlos kompatibel, da viele Anbieter Elementor explizit unterstützen. Der Update-Zyklus ist agil: Elementor veröffentlicht regelmäßig Updates mit neuen Features (z.B. KI-Integration und Container-Layouts) sowie Bugfixes. Regelmäßige Aktualisierungen sind daher sinnvoll, laufen in der Praxis jedoch stabil und zuverlässig. -
Performance Durch die visuelle Freiheit erzeugt Elementor etwas mehr Code und lädt zusätzliche CSS- und JS-Dateien. Mit Pro-Features wie dem Theme Builder kommen weitere Ressourcen hinzu. Dennoch lassen sich Elementor-Seiten mit etwas Feintuning performant umsetzen. In Version 3.x wurde bereits viel für die Performance getan (z.B. Experimente zum Laden von Widgets nur bei Bedarf). Für absolute Performance-Fanatiker gibt es zwar schlankere Alternativen – für die meisten Projekte ist Elementor jedoch schnell genug, sofern man Caching, saubere Struktur und weitere Optimierungen einsetzt. Mit Blick auf Version 4 geht Elementor konsequent den nächsten Schritt: ein moderner, code-schlanker und stärker klassenbasierter Workflow soll langfristig für sauberere Strukturen, bessere Wartbarkeit und mehr Skalierbarkeit sorgen. Nicht ohne Grund hat sich Elementor seit Anfang 2026 strategisch etwas von klassischen Single-Site-Usern und Einsteigern entfernt und positioniert sich klarer als Pro-Tool für ambitionierte Anwender, Freelancer und Agenturen. Wir als Agentur begrüßen diese Entwicklung ausdrücklich – denn sie zahlt auf Professionalität, Struktur und langfristige Projektqualität ein. -
Zielgruppe Elementor richtet sich breit an Designer, Agenturen und Technik-Einsteiger. Wer ohne Programmierung ansehnliche und professionelle Seiten bauen möchte, ist hier nach wie vor bestens aufgehoben. Trotz der klareren Positionierung als Pro-Tool bleibt die grundlegende Bedienung bewusst visuell, intuitiv und zugänglich – und das wird sich auch nicht ändern. Gerade Entscheider in Unternehmen schätzen Elementor, weil es schnelle Prototypen, flexible Anpassungen und effiziente Workflows ermöglicht. Gleichzeitig kommen Entwickler dank Custom-Code-Optionen, Hooks und wachsender Systematisierung zunehmend auf ihre Kosten – auch wenn Puristen weiterhin minimalistischere Tools bevorzugen. Unterm Strich ist Elementor ein flexibler Allrounder, der vom ambitionierten Einsteiger bis zur strukturiert arbeitenden Agentur nahezu jedes Web-Projekt abdecken kann – mit steigender Tendenz in Richtung professioneller, skalierbarer Projektarchitektur.
Der kreative Bauleiter mit All-inclusive-Werkzeug
🥈 Divi: Designfreiheit ohne Limits
Divi von Elegant Themes tritt auf wie ein erfahrener Bauleiter, der einen ganzen Baukasten an Designs mitbringt. Divi ist Page Builder und Theme in einem – d.h. es liefert gewissermaßen das Architekten-Team gleich mit. Statt eines separaten Plugins kann man das Divi-Theme verwenden oder den Divi Builder als Plugin mit anderen Themes kombinieren. Auf der Baustelle steht Divi für ein geschlossenes System: Es bringt eigene Layout-Packs, Module und sogar ein eigenes Rollensystem mit.
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Features & Besonderheiten Divis Visueller Builder erlaubt es, direkt auf der Seite zu editieren – schwebende Menüs und kontextbezogene Tooltips sind sein Markenzeichen. Das fühlt sich an, als würde man direkt am Bauwerk Hand anlegen, statt vom Seitenrand aus zu steuern. Divi kommt mit hunderte vorgefertigten Layout-Paketen für verschiedenste Branchen und Zwecke². Diese Packs enthalten komplette Seitendesigns, die man anpassen kann. Besonders stark ist Divi bei globalen Design-Einstellungen: Änderungen an einer Stelle (z.B. Schriftarten, Farben) lassen sich global anwenden. Zudem können Styles kopiert und eingefügt werden – ein echter Effizienzgewinn². Divi hat ebenfalls Theme-Builder-Funktionen (für Header, Footer, Beitragstypen) und integrierte Marketing-Elemente (Formulare, Testimonial-Module etc.).
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Vorteile
- All-in-One-Lösung: Als Theme + Builder liefert Divi ein nahtloses Erlebnis. Man muss kein separates Theme suchen – ideal, wenn man schnell loslegen will.
- Visuelles Design-Erlebnis: Viele Designer lieben Divis Floating-UI, weil sie direkt am Layout arbeiten können, ohne seitliche Leisten. Es ist ein eher immersives Designgefühl – besonders für Kreative angenehm.
- Unbegrenzte Seiten / Lifetime-Lizenz: Divi bietet ein Lizenzmodell, bei dem du für $249 einmalig lebenslangen Zugang bekommst². Damit kannst du Divi auf unbegrenzt vielen Websites nutzen. Für Agenturen oder Vielnutzer ist das ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, da keine wiederkehrenden Kosten anfallen. (Alternativ gibt’s $89/Jahr-Modelle und neuere Pro-Pakete mit Extras wie Divi AI).
- Große Community & Ressourcen: Divi gibt es schon sehr lange. Entsprechend existiert eine aktive Community, viele Facebook-Gruppen, Tutorials und Drittanbieter-Plugins (auch wenn weniger als bei Elementor). Gerade Einsteiger finden unzählige Layouts und Snippets zum Importieren.
- Kontinuierliche Verbesserung: Elegant Themes entwickelt Divi stetig weiter. Die kommende Version Divi 5.0 verspricht eine komplette Neubau-Architektur unter der Haube, die Performance und Codebasis modernisiert (z.B. weg von Shortcodes hin zu sauberer HTML-Ausgabe) – ein Zeichen, dass Divi nicht stehenbleibt².
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Nachteile
- Geschwindigkeit und Code: Divi war lange Zeit nicht gerade der Performance-Champion. Viele DIV-Container, Shortcodes und etwas aufgeblähter Code führten zu langsameren Ladezeiten und hohen PageSpeed-Scores im roten Bereich, wenn man nicht optimiert hat. Elegant Themes hat zwar Performance-Updates geliefert und Divi 5.0 soll hier drastisch verbessern, aber Stand jetzt erfordert eine Divi-Seite oft Caching und ggf. Plugins wie Divi Rocket, um mitzuhalten.
- Editor-Learning-Curve: So mächtig Divi ist, so gewöhnungsbedürftig kann die Bedienung sein. Manche empfinden die schwebenden Einstellungen als weniger intuitiv als einen klassischen Seitenleisten-Editor. Gerade wer von anderen Buildern kommt, muss sich umstellen (Beispiel: Einstellungen sind teils etwas verschachtelt in modalen Fenstern).
- Lock-in & Shortcodes: Divi speichert Inhalte als Shortcodes. Wenn du Divi deaktivierst, erscheinen im Content entsprechende Shortcode-Rudimente – ein Umstieg ist also ohne Nacharbeit kaum möglich. Divi 5 verspricht hier Verbesserungen (hin zu sauberer HTML-Ausgabe), aber Stand jetzt ist Divi ein typisches Lock-in-System.
- Kein Gratis-Modell: Divi ist nicht kostenlos (abgesehen von einer Demo im Backend). Du musst zahlender Kunde sein, um es produktiv einzusetzen – was die Einstiegshürde höher setzt als bei kostenlosen Alternativen.
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Lizenzmodell Lizenzmodell: Premium-Only. Divi wird über die Elegant Themes Membership verkauft. $89/Jahr für unbegrenzte Websites, inklusive aller Themes/Plugins von Elegant Themes und Support². Oder $249 einmalig für Lifetime (ein sehr beliebter Plan, da einmal zahlen = unbegrenzt Updates). Neuerdings gibt es auch Divi Pro-Pakete mit zusätzlichen KI-Features und VIP-Support, z.B. $287/Jahr oder $365 einmalig für Pro Lifetime². Die meisten Agenturen greifen zur Lifetime-Lizenz – sie rechnet sich in der Praxis meist schnell.
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Erweiterbarkeit & Kompatibilität Erweiterbarkeit & Kompatibilität: Divi arbeitet am besten als Gesamtpaket (Theme + Builder). Es verträgt sich grundsätzlich mit vielen Standard-Plugins – dennoch gab es in der Vergangenheit vereinzelt Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Tools (z.B. Learndash, GeoDirectory laut Community)². Elegant Themes betreibt ein eigenes, eher kompaktes Ökosystem (u.a. Divi Marketplace mit Erweiterungen und Child-Themes). Die Community-Bibliothek ist nicht so umfangreich wie bei Elementor, dennoch existieren zahlreiche Third-Party-Module und Addons. Updates erscheinen regelmäßig: Divi 4 erhielt kontinuierlich neue Features wie Theme Builder und WooCommerce-Builder. Divi 5.0 steht bevor (geplante Veröffentlichung Ende 2025) und gilt als großer technischer Neustart – das dürfte Divi modernisieren, performance-seitig verbessern und langfristig relevant halten².
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Performance Bislang eher Divis Schwachstelle. Viele gleichzeitige Animationen oder lange Seiten mit Divi können träge wirken. Allerdings hat Elegant Themes reagiert – Features wie Dynamic CSS (lädt nur die benutzten Styles) und Datenbank-Caching wurden eingeführt. Im Bild gesprochen: Divi war lange der schwer beladene LKW, der nun Stück für Stück entladen wird, um schneller die Hügel hochzukommen. Es bleibt abzuwarten, wie Divi 5 hier performt; Ziel ist es, spürbar flinker zu werden – durch moderne Web-Technologien und den Verzicht auf Altlasten wie Shortcodes.
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Zielgruppe Divi findet man häufig bei Agenturen und Freelancer:innen, die Kundenwebsites schlüsselfertig übergeben – insbesondere dann, wenn Kund:innen ihre Inhalte später selbst pflegen sollen. Die Lifetime-Lizenz und der visuelle Editor machen es attraktiv, ein langfristig nutzbares und anpassbares System zu übergeben. Viele unserer Kund:innen empfinden Divi als sehr leicht bedienbar, sobald das Grundgerüst einmal sauber aufgebaut ist. Designer:innen schätzen die kreativen Möglichkeiten, die Vielzahl an Layouts und das visuelle Arbeiten direkt am Frontend. Für Entwickler:innen ist Divi dagegen weniger puristisch – ohne Custom-Code ist es weniger flexibel als z.B. Oxygen. Allerdings lassen sich CSS-Anpassungen pro Element problemlos ergänzen, wodurch auch technisch versierte Nutzer:innen ausreichend Spielraum haben. Unterm Strich ist Divi ideal für alle, die ein rundum-sorgloses Design-Paket suchen und bereit sind, sich auf das Divi-Ökosystem einzulassen.
Der kreative Bauleiter mit All-inclusive-Werkzeug
🥉 Breakdance: Die neue Performance-Klasse
Breakdance ist der neue glänzende Bagger auf der Baustelle – entwickelt vom Macher des Oxygen-Builders, aber mit Fokus auf einfacher Bedienung und Modernität. Man könnte sagen: Breakdance ist der Versuch, das Beste aus mehreren Welten zu vereinen – die Flexibilität von Elementor, die Performance-Nähe von Bricks und die Entwickler-Freundlichkeit von Oxygen³. Die Software ist 2022/2023 neu auf den Markt gekommen und entsprechend state-of-the-art. Mit Breakdance kannst du deine Website bauen, ohne überhaupt ein Theme zu benötigen – es kann das Theme komplett ersetzen (ähnlich wie Oxygen).
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Features & Besonderheiten Breakdance bringt einige eingebaute Extras mit, die bei anderen Buildern nur über Addons verfügbar sind: Formular-Builder, Popup-Builder, Menü-Builder – alles bereits an Bord³. Dadurch sparst du zusätzliche Plugins und hältst dein Setup schlank. Die Benutzeroberfläche ist sehr intuitiv: klare Menüs, sinnvolle Bezeichnungen und ein vereinfachter Workflow ermöglichen einen schnellen Einstieg³. Besonders eindrucksvoll ist die Geschwindigkeit, mit der sich komplexe Elemente umsetzen lassen – etwa ein Sticky Header mit wenigen Klicks oder individuell gestaltete WooCommerce-Produktseiten per Drag & Drop. Breakdance setzt auf Live-Editing mit Sidebar (ähnlich Elementor), hat jedoch viele Abläufe noch effizienter gestaltet, um Klicks zu reduzieren. Neu hinzugekommen ist außerdem ein Template Marketplace, der die bislang noch überschaubare Template-Auswahl weiter ausbauen soll³.
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Vorteile
- Einfachheit & Geschwindigkeit: Breakdance ist extrem einsteigerfreundlich, trotz seines großen Funktionsumfangs. Viele Schritte, die woanders Handarbeit erfordern, sind hier bereits vorgedacht (z.B. ein fertig stylebarer Menü-Builder statt Custom HTML). In Tests zeigt sich: Aufgaben wie einen Header bauen oder Animationen hinzufügen, gehen schnell von der Hand³.
- Weniger Plugins nötig: Durch die eingebauten Tools (Formulare, Popups etc.) brauchst du deutlich weniger Zusatz-Plugins, was Performance und Wartung zugutekommt². Weniger „Baufahrzeuge“ auf der Baustelle bedeutet schlankere Abläufe.
- Sehr flexibel: Breakdance deckt sowohl einfache Seiten als auch hochindividuelle Projekte ab. Es bietet zahlreiche Einstellungsoptionen pro Element, Custom CSS/JS-Möglichkeiten und lässt sich erweitern (erste Community-Addons existieren bereits). Auch dynamische Daten aus ACF & Co. lassen sich leicht integrieren – ideal für komplexere Websites.
- Kompatibilität: Der Entwickler hat Breakdance so konzipiert, dass es sich technisch wie ein Theme verhält. Daher laufen die meisten Plugins (SEO, E-Commerce etc.) reibungslos². In Tests funktionierten WooCommerce, Yoast SEO, ACF etc. problemlos. Besonders stark ist die WooCommerce-Integration mit eigenem Produkt-Template-Builder.
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Nachteile
- Neu und weniger erprobt: Breakdance ist noch relativ frisch – das bedeutet moderne Technik, aber auch eine kürzere Historie an Community-Ressourcen. Manche Funktionen könnten noch Feinschliff vertragen. Zudem fehlen (Stand jetzt) einige Drittanbieter-Addons, da sich der Markt erst aufbaut.
- Lizenz nur als Abo: Es gibt inzwischen eine Free-Version mit begrenzten Features, doch die Vollversion erfordert ein jährliches Abo. Eine Lifetime-Lizenz wird nicht angeboten (Fokus auf wiederkehrende Einnahmen). Einige Oxygen-Nutzer waren davon enttäuscht, da sie das Lifetime-Modell gewohnt waren. Preislich liegt Breakdance Pro bei etwa $149–199/Jahr für unbegrenzte Websites (je nach Aktion) – für Agenturen fair, aber dennoch ein laufendes Abo.
- Oxygen vs. Breakdance: Breakdance stammt vom Oxygen-Team, wird jedoch getrennt weiterentwickelt. Es gab zeitweise Unsicherheit, wie es mit Oxygen weitergeht (Bugfixes ja, neue Features eher in Breakdance). Für bestehende Oxygen-Kund:innen fühlte sich das teils wie ein kleiner Vertrauensbruch an. Neue Nutzer:innen betrifft das weniger – wer jedoch in der WordPress-Szene aktiv ist, hat die Diskussionen vermutlich verfolgt.
- Kein Riesennutzerstamm (noch): Die Community ist im Aufbau. Das bedeutet weniger Forenbeiträge, Code-Snippets oder YouTube-Tutorials als bei Elementor oder Divi. Allerdings wächst das Ökosystem schnell, da Breakdance positive Resonanz erhält und zunehmend ausprobiert wird³.
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Lizenzmodell Breakdance bietet eine kostenlose Version mit Grundfunktionen, die für einfache Websites durchaus brauchbar ist. Die Pro-Version wird als Jahreslizenz angeboten: aktuell ca. $99/Jahr für 1 Website oder $199/Jahr für unbegrenzt viele (Preise können promo-bedingt variieren)³. In der Pro sind alle Features enthalten – es fallen keine separaten Addon-Kosten an (z.B. WooCommerce, Form Builder etc. inklusive)³. Der Hersteller Soflyy bietet zudem Support im Rahmen der Lizenz. Wichtig: Eine offizielle Lifetime-Lizenz gibt es nicht. Man kann das Abo jedoch nach Ablauf kündigen – die Software läuft weiter, allerdings ohne Updates und Support.
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Erweiterbarkeit & Kompatibilität Breakdance eliminiert das klassische Theme-Konzept – du kannst entweder ein Blank-Theme nutzen oder komplett ohne separates Theme arbeiten. Dadurch erhältst du maximale Kontrolle über Struktur und Layout. Normale Plugins funktionieren problemlos, solange sie keine starre Theme-Abhängigkeit voraussetzen. Breakdance bringt eigene Hooks und eine Entwickler-API mit, um individuelle Module zu erstellen. Aktuell existieren noch vergleichsweise wenige Addons, doch mit wachsender Beliebtheit dürfte das Ökosystem weiter zulegen. Updates erscheinen regelmäßig – seit dem Launch wurden zahlreiche Versionen mit neuen Features wie Mega-Menü und AI-Integration veröffentlicht. Der Support von Soflyy genießt einen sehr guten Ruf (u.a. bekannt durch WP All Import)³.
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Performance Breakdance wirbt offensiv mit Performance-Fokus. Der generierte Code ist vergleichsweise sauber und schlank, viele Assets werden nur bei Bedarf geladen. In Tests zeigt sich häufig eine bessere Ausgangsbasis bei den Core Web Vitals als bei klassischen Shortcode-Buildern. Da viele Funktionen (Formulare, Popups, WooCommerce-Builder etc.) bereits integriert sind, reduziert sich die Anzahl externer Plugins – was sich positiv auf Ladezeiten und Wartbarkeit auswirkt. Natürlich ersetzt auch Breakdance kein sauberes Hosting oder fehlendes Caching, doch die technische Grundlage ist modern und auf Effizienz ausgelegt. Gerade für performance-orientierte Projekte bietet Breakdance damit eine interessante Balance aus visuellem Builder und code-naher Struktur.
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Zielgruppe Breakdance richtet sich besonders an Agenturen und Freelancer:innen, die einen modernen, zukunftsorientierten Builder suchen. Er eignet sich hervorragend für Projekte, bei denen schnelle Ergebnisse gefragt sind – ohne dabei auf Flexibilität und individuelle Anpassbarkeit zu verzichten. Anfänger:innen profitieren von der intuitiven Benutzeroberfläche, während Profis die integrierten Advanced-Features schätzen, mit denen sich auch komplexe Websites realisieren lassen. Wer Oxygen als zu technisch und Elementor als zu schwergewichtig empfindet, findet in Breakdance einen überzeugenden Mittelweg. Auch Hidden Champions und mittelständische Unternehmen mit Fokus auf zukunftssichere Technik könnten Breakdance ins Auge fassen – schließlich wurde das Tool konsequent mit modernen Webstandards im Blick entwickelt.
Für Seiten, die technisch glänzen
Bricks: Entwicklerfreundlich, blitzschnell und präzise
Bricks ist gewissermaßen der Maurermeister unter den Page Buildern – es setzt auf solides Handwerk (sauberen Code, schnelle Ladezeiten) und bietet zugleich modernste Tools für Designer. Bricks ist eigentlich ein Theme mit eingebautem visuellen Builder. Statt als Plugin auf jedes Theme aufzusatteln, ersetzt Bricks dein Theme komplett durch das Bricks-Theme. Das verleiht ihm einen Performance-Vorteil und eine tiefe Kontrolle über alle Bereiche der Website. Auf unserer metaphorischen Baustelle besteht Bricks aus echten Ziegelsteinen: stabil, belastbar und ordentlich verbaut für nachhaltige Websites.
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Features & Besonderheiten Bricks ermöglicht Full Site Editing ähnlich wie moderne Block-Themes – jedoch mit einer eigenen, sehr eleganten Oberfläche. Du arbeitest direkt im Frontend und siehst Änderungen live. Bricks legt großen Wert auf Clean Code: kein unnötiger Ballast im HTML, kein jQuery (stattdessen Vanilla JS) und gut optimiertes CSS⁴. Dadurch laden Bricks-Seiten häufig spürbar schneller. Der Editor bietet zahlreiche fortgeschrittene Funktionen wie globale CSS-Klassen, ein flexibles Templating für wiederverwendbare Blöcke, einen Loop Builder für individuelle Query-Schleifen (z.B. eigene Blog-Listen) sowie eine umfangreiche Dynamische-Daten-Integration (ACF, Meta Box etc. out of the box). Auch für Entwickler:innen ist Bricks attraktiv: Ein integrierter Code-Editor für Custom CSS/JS sowie Hooks ermöglichen komplexe Umsetzungen, ohne die Builder-Oberfläche zu verlassen. Insgesamt ist Bricks stark auf Produktivität und technische Sauberkeit ausgelegt. Eine umfassende WooCommerce-Unterstützung ist ebenfalls integriert – inklusive Vorlagen für Shop- und Produktseiten. -
Vorteile- Exzellente Performance: Bricks-Websites sind meist sehr flink. Der Code ist schlank und schnelle Ladezeiten haben klare Priorität⁴. In vielen Benchmarks taucht Bricks ganz oben auf – vergleichbar mit Oxygen, jedoch mit deutlich zugänglicherer Bedienung.
- Designer & Entwickler in einem Boot: Bricks schafft den Spagat zwischen visueller Freiheit und technischer Sauberkeit. Designer erhalten eine Oberfläche mit nahezu vollständigem Style-Zugriff, während Entwickler sauberen Code vorfinden und via eigene PHP-Elemente oder Hooks erweitern können. Zudem ist Bricks SEO-freundlich aufgebaut (semantische HTML-Tags, saubere Überschriften-Hierarchie etc.)⁴.
- Community-Driven: Bricks verfügt über eine engagierte Community, und der Entwickler Thomas Ehrig reagiert aktiv auf Feedback. Viele Features wurden direkt auf Wunsch der Nutzer implementiert. Ein aktives Forum und regelmäßige Beta-Versionen sorgen dafür, dass man sich als Anwender in die Weiterentwicklung eingebunden fühlt.
- Einmal-Kauf-Option: Bricks bot (und bietet zeitweise) Lifetime-Deals an. Aktuell gibt es beispielsweise einen Lifetime Unlimited Plan für $599 einmalig⁴. Alternativ existieren moderate Jahrespreise (z.B. $79/Jahr für 1 Website)⁴. Für Agenturen kann sich ein Lifetime-Deal schnell rechnen.
- Sauberer Ausstieg: Da Bricks als Theme fungiert, kann man bei Bedarf einfach das Theme wechseln. Inhalte bleiben als reguläre WordPress-Inhalte bestehen – lediglich das Styling geht verloren. Es bleiben keine kryptischen Shortcodes zurück, was den Lock-in-Effekt deutlich weniger schmerzhaft macht als bei shortcode-basierten Buildern.
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Nachteile- Nur als Theme: Wer Bricks nutzen möchte, muss das Bricks-Theme einsetzen. Ein bestehendes Lieblings-Theme kann nicht parallel betrieben werden. In den meisten Fällen ist das unproblematisch, da Bricks nahezu alles nachbilden kann – dennoch ist es ein klares Commitment. Bestehende Websites müssen beim Umstieg innerhalb des Bricks-Themes neu aufgebaut werden.
- Weniger bekannte Marke: Im Vergleich zu Elementor oder Divi ist Bricks weniger etabliert. Kund:innen fragen mitunter: „Was ist das?“ Der fehlende große Markenname ist technisch kein Nachteil, aber es existiert (noch) kein riesiger Template-Marktplatz mit fertigen Layouts – auch wenn die Community bereits Ressourcen teilt.
- Junge Software: Bricks ist stabil, aber erst seit 2021 am Markt. Im Vergleich zu langjährig etablierten Buildern fehlen vereinzelt spezielle Integrationen oder sehr nischige Features. Auch die Auswahl an vorgefertigten Marketing-Modulen ist geringer – Kernfunktionen sind vorhanden, weiteres kommt teils aus der Community.
- Kein großes Drittanbieter-Ökosystem: Es gibt einige wenige Drittanbieter-Plugins für Bricks, jedoch nichts in der Größenordnung von Elementor. Vieles ist auch nicht nötig, da Bricks bereits viel nativ abdeckt. Wer allerdings gerne zahlreiche Addons installiert, hat hier weniger Auswahl – was man ebenso positiv als Bloat-Vermeidung interpretieren kann.
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Lizenzmodell Bricks ist nicht kostenlos, die Preise gelten jedoch als fair: z.B. $79/Jahr für 1 Website, $149/Jahr für 3 Sites oder $249/Jahr für unbegrenzt viele Websites⁴. Wichtig: Alle Jahreslizenzen beinhalten unbegrenzte Updates, müssen jedoch aktiv gehalten werden, um weiterhin Support und Updates zu erhalten. Alternativ gibt es den Lifetime Ultimate Plan für $599 einmalig (unlimited Sites, lebenslange Updates)⁴ – besonders attraktiv für Agenturen oder den langfristigen Einsatz. Kein Abo-Stress. -
Erweiterbarkeit & Kompatibilität Bricks bietet API-Hooks sowie PHP- und JS-Schnittstellen, um eigene Elemente oder Funktionen zu integrieren. Viele Entwickler:innen schätzen die Möglichkeit, Code gezielt zu injizieren, ohne auf Hacks oder Workarounds zurückgreifen zu müssen. Kompatibilität: Da Bricks als Theme arbeitet, kann es bei Plugins, die sehr tief ins Theme eingreifen, vereinzelt zu Reibungen kommen. Im Allgemeinen laufen jedoch Standard-Plugins (SEO, Security, Formulare etc.) problemlos. Für WooCommerce stellt Bricks eigene Builder-Elemente bereit, was die Integration besonders sauber und flexibel macht. Updates erscheinen regelmäßig und ambitioniert – alle paar Monate kommen neue Versionen mit größeren Features (z.B. Bricks 1.8 mit Mega-Menüs, 1.9 mit Custom Elements etc.). Die öffentliche Roadmap sorgt für Transparenz, und die Community hat spürbaren Einfluss auf Prioritäten. -
Performance Hier glänzt Bricks. Im Schnitt sind Bricks-Seiten schlanker und schneller als viele andere Page-Builder-Umsetzungen⁴. Durch den Verzicht auf jQuery und das strategische Laden von Ressourcen nur bei Bedarf (z.B. lokale Einbindung von Google Fonts, CDN-Nutzung etc.) lassen sich sehr gute PageSpeed-Scores vergleichsweise leicht erreichen. Einige Nutzer berichten, Bricks komme in Sachen Ladezeit nah an handgeschriebenen Code heran. Natürlich hängt die Performance immer auch von Faktoren wie Bildern, Hosting und Optimierung ab – doch Bricks liefert ein ausgezeichnetes technisches Fundament. -
Zielgruppe Entwickler:innen und Designer:innen, die gleichermaßen Wert auf Performance und Designfreiheit legen, bilden die Kernzielgruppe. Wir beobachten, dass viele Agenturen heute auf Bricks setzen – insbesondere solche, die zuvor mit Oxygen gearbeitet haben. Bricks bietet eine ähnliche technische Stärke, ist dabei jedoch deutlich kundenfreundlicher in der Bedienung. Auch technisch versierte Entscheider:innen in Unternehmen interessieren sich für Bricks, wenn maximale Geschwindigkeit gefragt ist, ohne komplett auf visuelle Editierung zu verzichten. Für Einsteiger:innen ist Bricks etwas anspruchsvoller als Elementor, aber absolut lernbar. Gerade wenn Performance für dich Priorität hat, lohnt sich die Einarbeitung. Zusammengefasst: Bricks ist das richtige Tool, wenn dein Projekt hoch hinaus soll – das Fundament dabei jedoch stabil, sauber und leicht bleiben muss.
Für Seiten, die technisch glänzen
Oxygen: 100% Kontrolle, 0% Ballast
Oxygen Builder ist das Schwerlastgerät in unserer Runde – ein Werkzeug für echte Profis und Tüftler. Oxygen verzichtet komplett auf das klassische WordPress-Theme-System: Wenn es aktiviert ist, übernimmt es die volle Kontrolle über die Ausgabe. Man kann sagen, Oxygen stellt einen eigenen „Bauplan“ auf, losgelöst vom üblichen WP-Theme-Grundriss. Das Ergebnis? Enorme Flexibilität und extrem schlanker Code – allerdings ist die Bedienung eher etwas für erfahrene Entwickler. Oxygen ist wie ein präzises, aber komplexes Spezialwerkzeug: in den richtigen Händen brillant, für Ungeübte etwas überfordernd.
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Features & Besonderheiten Mit Oxygen kannst du jedes Pixel deiner Website definieren. Das Tool ist konsequent auf Entwicklerfreiheit ausgelegt: Du kannst direkt im Builder HTML-Elemente hinzufügen, eigenes CSS/JS schreiben und sogar PHP-Code einbetten. Ein integrierter Code-Editor erlaubt es zudem, Snippets im Kopf- oder Footer-Bereich zu platzieren. Für klassische Designanforderungen bietet Oxygen zahlreiche grundlegende Komponenten (Divs, Container, Bilder, Texte etc.), jedoch weniger „fancy“ Widgets wie Slider oder Galerien out of the box – solche Elemente erstellt man meist selbst über Kombinationen oder ergänzt sie über Drittanbieter-Pakete. Oxygen verfügt über ein sehr leistungsfähiges Dynamik-System: Inhalte aus Custom Fields, WP-Queries, WooCommerce-Produkten etc. lassen sich flexibel an beliebigen Stellen ausgeben. Im Kern ist Oxygen eher ein Framework als ein klassischer Baukasten – vergleichbar mit Handcoding, nur visuell unterstützt. Eine besondere Stärke ist die Möglichkeit, bestehende WordPress-Inhalte (z.B. Gutenberg-Content) einzubinden und mit Oxygen-Layouts zu kombinieren.
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Vorteile
- Bloat-frei und pfeilschnell: Oxygen erzeugt sehr optimierten Code – keine unnötigen Wrapper, keine Shortcodes, minimaler Overhead⁵. Dadurch laden Seiten extrem schnell. Viele PageSpeed-Perfektionisten schätzen Oxygen, weil man praktisch jedes Byte kontrollieren kann.
- Maximale Kontrolle: Kaum ein Builder bietet so viel Freiheit. Eigene Templates für Post Types, Archive, 404-Seiten etc. lassen sich ebenso erstellen wie komplexe Layouts mit bedingter Logik. Entwickler:innen können PHP-Funktionen oder Code-Blöcke direkt im Builder nutzen – ideal für modulare Templates mit Loops und If-Abfragen.
- Keine Theme-Abhängigkeit: Oxygen ersetzt das Theme vollständig. Das Design wird zu 100 % in Oxygen erstellt – ein leerer Canvas mit maximaler kreativer und technischer Freiheit.
- Einmal zahlen, unbegrenzt nutzen: Oxygen ist ausschließlich als Lifetime-Lizenz erhältlich. Für etwa $129–$179 einmalig (je nach Paket) erhältst du unbegrenzte Updates und kannst Oxygen auf unbegrenzt vielen Websites einsetzen⁵. Keine wiederkehrenden Kosten – attraktiv für Freelancer:innen und Agenturen.
- Community-Add-ons: Rund um Oxygen hat sich eine kleine, aber engagierte Community gebildet. Add-ons wie OxyExtras, OxyPowerPack oder Hydrogen Pack erweitern den Funktionsumfang (z.B. zusätzliche Module, UI-Verbesserungen, Keyboard-Shortcuts). Viele dieser Erweiterungen wurden ebenfalls als Lifetime-Deals angeboten – ein Zeichen für die loyale Fanbase.
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Nachteile
- Steile Lernkurve: Oxygen ist klar nicht für jedermann. Die Oberfläche ist visuell, aber konzeptionell anspruchsvoll. HTML/CSS-Grundwissen sollte vorhanden sein, um effizient zu arbeiten. Wer eine reine Drag-&-Drop-Erfahrung wie bei Wix erwartet, ist hier falsch – Oxygen ist eher ein Visual Developer Tool.
- Kein echtes Inline-Editing: Inhalte werden (Stand der letzten Version) nicht direkt im Frontend bearbeitet, sondern in einem Sidebar-Feld. Das wirkt technischer und weniger intuitiv für reine Content-Editor:innen.
- Client-Unsicherheit: Für Kund:innen, die selbst regelmäßig Inhalte bearbeiten sollen, ist Oxygen heikel. Zwar gibt es einen Simplified Editor Mode, um nur bestimmte Bereiche freizugeben – dennoch ist Oxygen primär ein Tool für Entwickler:innen, die Websites erstellen und als fertiges Produkt übergeben. Für den täglichen Einsatz durch Laien ist es weniger geeignet.
- Zukunft unklar: Seit dem Launch von Breakdance (vom selben Entwicklerteam) ist die Community teilweise verunsichert. Offiziell wird Oxygen weiter gepflegt (Bugfixes), größere Feature-Sprünge blieben zuletzt jedoch aus. Langfristig könnte die Innovationsgeschwindigkeit sinken, falls kein größeres Update mehr erscheint.
- Kompatibilitätsfragen: Oxygen greift tief ins WordPress-System ein. Das kann bei Plugins, die stark vom aktiven Theme abhängen (z.B. Membership- oder LMS-Plugins), zu Herausforderungen führen. Tools wie WPML oder Toolset funktionieren, erfordern aber teils Workarounds. Zudem generiert Oxygen die gesamte Seite – der klassische Gutenberg-Editor sollte bei Oxygen-Seiten deaktiviert werden, um Konflikte zu vermeiden.
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Lizenzmodell Oxygen bietet verschiedene Pakete an: Basic für $129, WooCommerce-Addon für $149 sowie Ultimate (inkl. Composite Elements und Gutenberg Block Builder) für $179 – jeweils als Lifetime-Lizenz für unbegrenzt viele Websites⁵. Lifetime-Lizenzen sind am Markt inzwischen selten geworden – hier erhält man also langfristig viel Gegenwert. Der Kauf beinhaltet 1 Jahr Support (verlängerbar) sowie unbegrenzte Updates. Wiederkehrende Gebühren gibt es nicht – lediglich wer nach dem ersten Jahr weiterhin Support wünscht, kann diesen optional verlängern.
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Erweiterbarkeit & Kompatibilität Oxygen ist systembedingt nicht mit allen Themes kompatibel, da es das Theme vollständig ersetzt. Dafür bringt es eine eigene, tief integrierte WooCommerce-Integration mit und erlaubt es, über PHP-Module individuelle Funktionen zu ergänzen. Fehlende Design-Elemente oder Komfortfunktionen lassen sich häufig über Drittanbieter-Addons erweitern, die das Ökosystem sinnvoll ergänzen. Updates: Bis etwa 2021/2022 erschienen noch größere Feature-Erweiterungen (z.B. die Möglichkeit, Oxygen-Designs als Gutenberg-Block auszugeben). Danach verlagerte sich der Fokus stärker auf Wartungs- und Stabilitätsupdates. Oxygen bleibt kompatibel mit aktuellen WordPress-Versionen, größere Innovationssprünge blieben zuletzt jedoch aus. Durch das Lifetime-Lizenzmodell besteht für den Hersteller naturgemäß weniger finanzieller Anreiz für häufige Major-Releases, da keine wiederkehrenden Upgrade-Einnahmen generiert werden.
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Performance Hier brilliert Oxygen. Websites können nahezu so schnell sein wie handgeschriebene Themes. Kein unnötiger Ballast, kein render-blockierendes JavaScript seitens der Plattform – du bestimmst selbst, was geladen wird. Im Kern ist Oxygen wie ein sauberer Bauplan ohne überflüssige Verzierungen. Wer jede Millisekunde herausholen möchte und technisch versiert ist, kann damit extrem optimierte Seiten realisieren. Allerdings gilt: Oxygen liefert das Werkzeug – Performance muss bewusst geplant werden. Wer unkontrolliert Drittanbieter-Skripte oder externe Assets einbindet, verspielt den Vorteil schnell wieder.
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Zielgruppe Ganz klar entwickleraffine Anwender:innen. Viele Webagenturen, die früher Themes individuell codiert haben, nutzen Oxygen, um schneller zum Ergebnis zu kommen – ohne Qualitätsverlust. Auch Freelancer:innen mit Programmier-Skills schätzen die Freiheit, maßgeschneiderte Lösungen umzusetzen und technisch anspruchsvolle Projekte zu realisieren. Für Hidden-Champion-Unternehmen mit eigenen Entwicklerteams kann Oxygen interessant sein, um Corporate-Websites pixelgenau und maximal performant aufzubauen. Nicht geeignet ist Oxygen hingegen für Redakteur:innen oder Marketing-Teams, die selbst per Drag & Drop Inhalte bauen möchten – dafür ist es schlicht zu komplex. Als Agentur setzen wir Oxygen gezielt ein, wenn ein Projekt maßgeschneidert, performance-kritisch und langfristig durch Entwickler betreut wird. In unserem Werkzeugkasten ist Oxygen das Spezialgerät: nicht täglich im Einsatz, aber in bestimmten Szenarien unschlagbar.
Der Builder für echte Code-Perfektionisten
Beaver Builder: Stabilität, die bleibt
Beaver Builder ist der gute alte Bagger, der zuverlässig Tag für Tag seinen Dienst tut. Bekannt für Stabilität und sauberen Code, war Beaver Builder einer der ersten großen Page Builder und hat sich besonders in Entwicklerkreisen Respekt erarbeitet. Anders als manch hypereffiziente Newcomer prahlt Beaver nicht mit Superlativen – er funktioniert einfach, und zwar konsistent und vorhersehbar. In unserem Baustellen-Bild ist Beaver Builder der erfahrene Vorarbeiter, der schon alles gesehen hat und weiß, wie man auch große Brocken bewegt, ohne dass etwas einstürzt.
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Features & Besonderheiten Beaver Builder bietet einen Frontend-Drag-&-Drop-Editor mit Live-Vorschau. Die Oberfläche ist bewusst schlicht gehalten, um nicht von der Gestaltung abzulenken⁶. Es gibt ein Panel mit Modulen (Text, Bilder, Buttons, Videos etc.), die in Zeilen und Spalten angeordnet werden. Beaver setzt eher auf Klassiker statt auf überladene Fancy-Features: Neben Basis-Modulen stehen auch erweiterte Elemente wie Tabs, Akkordeons oder Formulare bereit. Über das Addon Beaver Themer erhält man zusätzliche Theme-Building-Fähigkeiten (Header, Footer, Archive per Drag & Drop gestalten)⁶. Besonders praktisch sind die Field Connections, mit denen sich Inhalte aus Custom Fields dynamisch einbinden lassen⁶. Auch Conditional Logic für Templates ist integriert (z.B. Anzeige eines Layouts nur bei erfüllter Bedingung). In höheren Lizenzen bietet Beaver Builder zudem einen White-Label-Modus – Agenturen können den Builder entsprechend umbranden. -
Vorteile- Sehr stabil & ausgereift: Beaver Builder gilt als äußerst zuverlässig und stürzt selten ab. Updates sind konservativ und gründlich getestet – professionelle Webworker schätzen diese Planbarkeit, weil neue Versionen in der Regel nichts „zerschießen“.
- Sauberer Code & Performance: Beaver erzeugt eine relativ saubere HTML-Struktur mit wenig Bloat⁶. Es werden nur die nötigsten Shortcodes für Layout-Zwecke genutzt, die Ausgabe ist SEO-freundlich, und eigener Code lässt sich problemlos integrieren – ohne unerwartete Markup-Überraschungen.
- Gutenberg-kompatibel: Beaver Builder harmoniert gut mit dem WordPress Block-Editor. Seiten können teilweise mit Gutenberg und teilweise mit Beaver gestaltet werden⁶. Die Kompatibilität wurde früh sichergestellt, sodass beide Editier-Methoden kombinierbar sind.
- Erweiterbar & developer-friendly: Mit Beaver Themer wird Beaver zum Full-Site-Editor. Zusätzlich stehen Filter und Hooks zur Verfügung, um Module anzupassen. Drittanbieter-Plugins wie Ultimate Addons for Beaver Builder oder PowerPack erweitern das Modulangebot. Auch eine API existiert für eigene Module.
- Starke Community im Hintergrund: Besonders im englischsprachigen Raum ist Beaver Builder etabliert. Viele Agenturen setzten lange auf Beaver, bevor Elementor populär wurde. Entsprechend groß ist das Angebot an Tutorials, und das Team gilt als community-nah und mit hervorragendem Support.
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Nachteile- Weniger flashy Features: Wer maximale Animationen, Popups oder Bild-Effekte direkt out of the box erwartet, empfindet Beaver möglicherweise als schlicht. Bewusst setzt er auf weniger „Fancy-Module“ als etwa Elementor – vieles lässt sich jedoch über Addons ergänzen.
- Kein Inline-Text-Editing: Text wird in einem Popup-Dialog bearbeitet, nicht direkt im Element. Das wirkt etwas altmodischer im Vergleich zu modernen Click-&-Type-Interfaces.
- Premium ohne echte Free-Version: Es existiert nur ein stark eingeschränktes Lite-Plugin. Für ernsthafte Projekte ist die Pro-Version nötig – was Einsteiger häufig eher zu Tools mit umfangreicher Gratisbasis greifen lässt.
- Preis pro Site höher: Die Einstiegs-Lizenz kostet $99/Jahr für unbegrenzte Websites⁶. Wer viele Seiten betreibt, relativiert den Preis schnell – bei nur einer Website wirkt er jedoch höher, insbesondere da weniger vorgefertigte Designs enthalten sind. Beaver Themer ist zudem nur im teuersten Paket oder separat erhältlich. Eine Lifetime-Lizenz gibt es nicht, wodurch sich die Kosten langfristig summieren können.
- UI etwas angestaubt: Subjektiv wirkt die Oberfläche weniger modern als bei Brizy oder Breakdance. Funktional ist alles vorhanden, optisch jedoch eher robust statt glamourös. Für das Endergebnis spielt das keine Rolle – beeinflusst aber manchmal die Tool-Entscheidung.
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Lizenzmodell Beaver Builder bietet mehrere Pakete:
- Standard – $99/Jahr
Page-Builder-Plugin, unbegrenzt viele Websites⁶ - Pro – $199/Jahr
Beaver Builder + Beaver Theme + Multisite-Fähigkeit⁶ - Agency – $399/Jahr
Alles aus Pro + White-Label-Funktion⁶ - Ultimate – $546/Jahr
Alles aus Agency + Beaver Themer Addon⁶
- Standard – $99/Jahr
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Erweiterbarkeit & Kompatibilität Beaver Builder ist sehr kompatibel mit den meisten Themes und Plugins. Da es keine aggressiven Eingriffe ins System vornimmt, laufen andere Tools daneben stabil. Selbst Gutenberg-Blöcke können bei Bedarf auf derselben Seite verwendet werden⁶. Entwickler:innen können eigene Beaver Modules programmieren – der Aufwand ist höher als etwa bei einem Gutenberg-Block, aber technisch gut machbar. Drittanbieter wie UABB (Ultimate Addons for Beaver Builder) erweitern das Modulangebot deutlich (z.B. Countdown, Content Slider etc.), sodass sich Beaver flexibel aufrüsten lässt. Der Update-Zyklus ist ruhiger als bei manch anderem Builder. Größere Features erscheinen in sinnvollen Abständen, mit klarem Fokus auf Zuverlässigkeit statt Feature-Overload. Statt ständigem Funktions-Ballast liefert das Team gezielte und ausgewählte Verbesserungen. -
Performance Beaver Builder ist von Haus aus schlank. Es lädt lediglich ca. ~130 KB CSS/JS (ohne zusätzliche Plugins) – deutlich weniger, als Divi oder Elementor häufig benötigen. Zudem generiert Beaver keine Frontend-Shortcodes; der Großteil wird direkt als sauberes HTML ausgegeben. Die Performance ist entsprechend solide, sofern keine externen Faktoren (Hosting, Bilder, Dritt-Skripte) bremsen. In unserer Erfahrung erreichen Beaver-Seiten gute PageSpeed-Werte – teils etwas besser als Elementor, wenn auch minimal hinter stark optimierten Oxygen- oder Bricks-Setups. Insgesamt ein ausgewogener Mittelweg. Ein Pluspunkt ist die Stabilität unter Last: Auch größere oder komplexe Websites bleiben zuverlässig. Es gibt Berichte, dass Beaver auf sehr umfangreichen Projekten mit vielen Seiten stabiler skaliert, während andere Builder im Backend spürbar träger werden. -
Zielgruppe WordPress-Agenturen und Entwickler:innen, die großen Wert auf Zuverlässigkeit legen, schätzen Beaver Builder besonders. Wer langfristige Wartungsverträge betreut, profitiert davon, dass Beaver im Alltag kaum Probleme verursacht. Einsteiger greifen heute seltener zu Beaver, da andere Builder präsenter sind – dennoch ist Beaver durchaus einsteigerfreundlich. Häufig ist es eher der Preis, der Hobby-Anwender abschreckt. Für technische Entscheider:innen in Unternehmen, die eine robuste interne Lösung suchen, kann Beaver attraktiv sein. Man behält volle Kontrolle (kein Vendor-Lock wie bei SaaS-Lösungen) und kann das Tool bei Bedarf white-labeln oder anpassen. Unterm Strich ist Beaver Builder die bodenständige Maschine auf der Baustelle – nicht die glänzende High-Tech-Drohne, aber ein Werkzeug, das seinen Job zuverlässig und ohne Drama erledigt.
Schlank, schnell und zukunftssicher nahe am WordPress-Kern
Spectra: Gutenberg, aber besser
Spectra (früher bekannt als Ultimate Addons for Gutenberg) ist weniger ein eigenständiger Bagger, sondern eher ein Tuning-Kit für den bestehenden Motor deiner Baustelle – den WordPress Block Editor (Gutenberg). Stell dir vor, WordPress selbst liefert schon ein Bauteam mit (den Block-Editor), aber du möchtest dieses Team mit Spezialisten verstärken. Genau das macht Spectra: Es erweitert den Gutenberg-Editor um zahlreiche zusätzliche Blöcke, Vorlagen und Features, um Page-Builder-Komfort direkt im nativen Editor zu bieten. Entwickelt vom Brainstorm Force Team (bekannt durch das Astra-Theme), ist Spectra wie ein Turbo im Maschinenraum, der dem bestehenden System mehr Power gibt.
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Features & Besonderheiten Spectra erweitert Gutenberg um über 30 neue Inhaltselemente – darunter erweiterte Buttons, Info-Boxen, Testimonials, Akkordeons, Tabellen, Countdown, Fortschrittsbalken und vieles mehr⁷. Damit lassen sich bereits sehr komplexe Seiten umsetzen, ohne einen externen Page Builder zu benötigen. Zusätzlich bietet Spectra Block-Templates (vorgefertigte Sektionen) sowie komplette Starter-Seitenvorlagen. Ein besonders starkes Feature ist der Wireframe-Modus mit vordefinierten Layout-Strukturen – ideal, um schnell einen Seitenaufbau zu skizzieren⁷. Zur besseren Übersicht verschachtelter Strukturen gibt es einen Layout Navigator, der komplexe Block-Hierarchien transparenter macht⁷. In puncto Performance legt Spectra großen Wert auf optimierten Code: Es werden nur die tatsächlich benötigten Ressourcen geladen, was das Plugin besonders leichtgewichtig macht⁷. Darüber hinaus integriert Spectra Tools wie einen Popup-Builder sowie einen Coming-Soon- / Wartungsmodus direkt ins Plugin⁷ – ungewöhnlich für ein reines Block-Addon und ein klares Signal, Gutenberg in Richtung vollwertiger Page-Builder-Funktionalität zu erweitern.
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Vorteile
- Nahtlos in WordPress integriert: Da Spectra direkt auf Gutenberg aufbaut, bleibt deine Seite im klassischen Sinne „Page-Builder-frei“. Keine Shortcodes, keine externe Layout-Schicht – alles basiert auf nativen Blöcken. Das macht die Website zukunftssicher und schlank. Technisch wird kein neuer „Motor“ eingebaut, sondern vorhandene Funktionen werden erweitert.
- Performance & Code-Sauberkeit: Spectra wirbt mit schnellen Ladezeiten – und liefert in vielen Fällen auch ab. Weniger zusätzliche Skripte bedeuten bessere Ladezeiten, was sich positiv auf SEO und Nutzererlebnis auswirkt⁷. Die Spectra-Blöcke gelten als ressourcenschonend.
- Kostenlos: Spectra ist gratis verfügbar und kommt ohne Lizenzkosten aus. Gerade für kleine Budgets oder viele parallele Projekte ist das attraktiv – Installation und Nutzung sind unkompliziert.
- 1+ Million Nutzer: Mit über 1 Mio. aktiven Installationen laut WordPress.org ist Spectra weit verbreitet⁷. Das spricht für Reife, aktive Weiterentwicklung und eine starke Community. Regelmäßige Updates und Nutzerfeedback fließen kontinuierlich in die Entwicklung ein.
- Kein Lock-in: Wird Spectra deaktiviert, bleiben Inhalte als normale Gutenberg-Blöcke bzw. als HTML bestehen. Es entsteht kein Shortcode-Wirrwarr – lediglich spezielle Styling-Optionen gehen verloren.
- Kombinierbar: Spectra lässt sich problemlos mit anderen Block-Plugins (z.B. Kadence Blocks, Stackable) kombinieren. Auch parallel zu einem klassischen Page Builder kann es eingesetzt werden – auch wenn das selten nötig ist. Die Flexibilität ist hoch.
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Nachteile
- Abhängig von Gutenberg: Spectra baut vollständig auf dem WordPress-Block-Editor auf. Dessen Grundprinzipien (z.B. teils umständliche Spalten-Auswahl oder eingeschränkte Drag-&-Drop-Freiheit) bleiben bestehen. Wer Gutenberg grundsätzlich nicht mag, wird auch mit Spectra nicht vollständig überzeugt – es ist letztlich „Gutenberg+“.
- Weniger komplexe Layouts: Im Vergleich zu spezialisierten Page Buildern stößt man bei sehr ausgefallenen Designs schneller an Grenzen. Absolute Positionierung oder frei schwebende Elemente sind schwieriger umzusetzen. Effekte wie komplexe Hover-Animationen oder Mouse-Tracking erfordern oft zusätzliches CSS oder Custom-Code.
- Keine echte Live-Vorschau beim Draggen: Gutenberg reagiert zügig, aber nicht so flüssig wie klassische WYSIWYG-Builder. Häufig muss man Einstellungen vornehmen und anschließend die Ansicht prüfen. Der Workflow wirkt dadurch etwas weniger direkt.
- Kein dedizierter Premium-Support: Als kostenloses Plugin bietet Spectra primär Forum-Support. Es gibt keinen garantierten Premium-Support mit festen Reaktionszeiten. Für Unternehmen mit hohen Support-Anforderungen kann das ein Nachteil sein.
- Lernkurve für klassische Page-Builder-Nutzer: Wer von Elementor & Co. kommt, muss umdenken. Konzepte wie Container/Gruppen oder Margin/Padding-Einstellungen funktionieren im Block-Editor anders. Spectra nähert sich zwar der Page-Builder-Experience an, bleibt jedoch im Kern der WordPress-Editor.
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Lizenzmodell
- Free Version: Spectra ist als kostenloses WordPress-Plugin verfügbar und bietet viele Gutenberg-Blöcke ohne Lizenzkosten (für einfache bis mittlere Websites).⁷
- Spectra Pro (Jahresabo): Premium-Features wie erweiterte Blöcke, Loop Builder, Popup Builder, dynamische Inhalte und 1st-Class Support starten typischerweise bei etwa $49 / Jahr für 1 Website (Einsteigerplan).⁷
- Essentials & Business Toolkits (Jahresabo): Erweiterte Pakete bundeln Spectra Pro mit zusätzlichen Tools (z.B. Astra Pro, Templates, AI-Tools, Feedback-Tools) und sind je nach Umfang höher bepreist (z.B. ~$79 / Jahr oder ~$149 / Jahr).⁷
- Lifetime-Pläne (Einmalzahlung): Es gibt auch Lifetime-Optionen für Spectra Pro und Toolkits: z.B. $199 für Pro-Lifetime (1 Site), $399 für Essentials-Lifetime (mehr Sites und Tools), oder $599 für Business-Lifetime (umfangreichste Suite) – alle mit dauerhaftem Zugriff auf Updates und Support.⁷
Unterm Strich: Kostenlos starten ist jederzeit möglich – wer mehr Power will, entscheidet selbst zwischen Abo oder Lifetime.⁷
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Erweiterbarkeit & Kompatibilität Spectra ist im Grunde ein ganz normales WordPress-Plugin und verhält sich entsprechend kompatibel. Es arbeitet problemlos mit den meisten Themes zusammen – besonders natürlich mit dem hauseigenen Astra-Theme, wo die Integration nahtlos erfolgt. Spectra funktioniert sowohl mit klassischen Themes als auch mit Full-Site-Editing-Themes. Updates erscheinen häufig parallel zu WordPress-Core-Updates, um die Kompatibilität sicherzustellen. Größere Feature-Erweiterungen (z.B. neue Blocks) folgen in regelmäßigen Abständen. Da Spectra Open Source ist, profitieren Nutzer zusätzlich von Community-Beiträgen und einer transparenten Weiterentwicklung.
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Performance Performance: Hier punktet Spectra deutlich. Da es auf dem nativen WordPress-Editor basiert, lädt es nur minimal zusätzliche Ressourcen. Viele Tests zeigen, dass Seiten mit Spectra-Blöcken häufig spürbar schneller sind als vergleichbare Layouts mit klassischen Page Buildern – unter anderem durch geringere Dateigröße und weniger DOM-Nodes. Ein Grund dafür: Block-Editor-Inhalte werden weitgehend im Backend vorbereitet, sodass im Frontend direkt sauberes, fertiges HTML ausgegeben wird. Andere Builder initialisieren dagegen mehr Logik im Browser. Für performance-kritische Projekte, bei denen man nicht komplett custom coden möchte, ist Spectra daher ein sehr sinnvoller Kompromiss.
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Zielgruppe Zielgruppe: Technik-affine Nutzer:innen und Entwickler:innen, die bewusst auf den WordPress-Core setzen, aber mehr Komfort wünschen, sind die ideale Zielgruppe für Spectra. Auch Agenturen, die langfristig Wartungskosten niedrig halten möchten, profitieren vom Block-Editor-Ansatz: Da Gutenberg Teil des WordPress-Kerns ist, benötigen Kund:innen keine zusätzliche Page-Builder-Lizenz. Spectra ergänzt hier die gewünschte Page-Builder-Bequemlichkeit, ohne das System aufzublähen. Für Unternehmen (Hidden Champions) mit internen Entwicklerteams ist Spectra ebenfalls interessant: Developer behalten die Core-Nähe, während Redakteur:innen mit fertigen Design-Blöcken effizient arbeiten können – ohne tief in den Code eingreifen zu müssen. Zusammengefasst ist Spectra das Upgrade-Kit für WordPress’ eigenen Builder – ideal für alle, die Gutenberg nutzen möchten, aber nicht auf moderne Design-Module verzichten wollen.
Gebaut für Marketingziele, nicht nur Design
Thrive Architect: Conversion first
Thrive Architect ist der Conversion-Spezialist unter den Page Buildern – quasi der Innenarchitekt, der nicht nur gestaltet, sondern auch dafür sorgt, dass die Kasse klingelt. Thrive Architect stammt aus der Thrive Themes Familie und wurde speziell für Marketing-getriebene Websites entwickelt. Es ist das Werkzeug der Wahl, wenn Landing Pages, Lead-Generierung und A/B-Tests zum Alltag gehören. Auf unserer Baustelle könnte man sagen: Thrive richtet nicht nur den Showroom hübsch ein, sondern platziert auch gleich geschickt die Kasse und Prospektständer, um Besucher zu Kunden zu machen.
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Features & Besonderheiten Thrive Architect ist ein klassischer Frontend-Page-Builder mit Drag-&-Drop und einer Vielzahl an Elementen. Seine besondere Stärke liegt klar im Bereich Conversion & Marketing: integrierte Testimonials mit Sternebewertungen, Countdown-Timer, Opt-in-Formulare, Call-to-Action-Boxen und weitere verkaufsoptimierte Module sind direkt an Bord⁸. Zusätzlich stehen über 300 professionell gestaltete Landingpage-Templates bereit – optimiert für konkrete Ziele wie Webinar-Anmeldungen, Produkt-Launches oder Lead-Magnet-Downloads⁸. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist die nahtlose Integration mit anderen Thrive-Produkten wie Thrive Optimize (A/B-Tests) und Thrive Leads (E-Mail-Opt-ins). So lassen sich direkt im Builder mehrere Varianten einer Seite erstellen und testen – ganz ohne externe Tools⁸. Abgerundet wird das Ganze durch smarte Funktionen wie Content Blocks mit Vorlagen sowie Global Colors zur zentralen Verwaltung von Farb- und Textstilen. -
Vorteile- Conversion-optimiert: Alle Templates und Elemente folgen einem klaren Marketing-Ansatz. Man merkt, dass hier Conversion-Spezialisten am Werk waren. Vorgefertigte CTA-Sektionen, Trust-Icons, Testimonials und strukturierte Landingpage-Elemente sind bereits nach Best Practices aufgebaut⁸.
- Integration ins Thrive-Ökosystem: Wer Quiz-Funnels, Online-Kurse oder E-Mail-Listen plant, profitiert von der engen Verzahnung innerhalb der Thrive Suite. Tools wie Thrive Leads, Thrive Optimize oder Thrive Automator greifen direkt ineinander – Formulare, Tests und Auswertungen laufen zentral zusammen⁸.
- Gute Performance für einen Page Builder: Thrive Architect ist vergleichsweise schlank gebaut und verzichtet auf unnötige Abhängigkeiten. Zwar nicht so minimalistisch wie ein reiner Block-Ansatz, aber in der Praxis liefern Thrive-Seiten solide Ladezeiten – teilweise schneller als klassische Allround-Builder⁸.
- Kontinuierliche Updates über die Suite: Viele Nutzer entscheiden sich für die Thrive Suite, in der alle Produkte enthalten sind. Solange das Abo aktiv ist, erhält man regelmäßige Updates und neue Features – oft in kurzen Release-Zyklen⁸.
- Fokus auf Inhalte statt Technik: Thrive richtet sich klar an Nicht-Programmierer. Die Oberfläche reduziert technische Komplexität und lenkt den Fokus auf Texte, Angebote und Conversion-Ziele – weniger „Wie baue ich das Layout?“, mehr „Wie erreiche ich mein Ziel?“.
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Nachteile- Keine freie Version: Thrive Architect ist ausschließlich als Premium-Produkt erhältlich. Eine kostenlose Testversion gibt es nicht – lediglich eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie nach dem Kauf⁸. Das kann für Unentschlossene eine Hürde sein.
- Eigenwillige UI: Die Oberfläche unterscheidet sich deutlich von Elementor oder Divi. Sie wirkt teilweise textlastig und weniger icon-basiert. Zwar ist die Lernkurve nicht extrem steil, aber die Einarbeitung braucht etwas Zeit.
- Begrenzte Design-Freiheit: Thrive Architect ist klar auf Conversion optimiert – weniger auf experimentelle Layouts oder visuelle Spielereien. Sehr ausgefallene Animationen oder kreative Sonderlayouts sind nicht die Kernstärke des Systems.
- Geschlossenes Ökosystem: Thrive funktioniert weitgehend als geschlossenes System. Es gibt keine große Drittanbieter-Addon-Landschaft. Wer spezielle Features vermisst, muss diese individuell lösen. Auch außerhalb der Thrive-Community ist das Netzwerk an Tutorials und Foren kleiner als bei großen Allround-Buildern⁸.
- Lizenzbindung: Lizenzen sind domainbezogen. Bei Kundenprojekten muss entweder ein eigener Lizenzslot verwendet oder eine separate Lizenz erworben werden. Das bedeutet administrativen Mehraufwand im Vergleich zu frei installierbaren GPL-Plugins⁸.
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Lizenzmodell Thrive Architect ist auch als Einzelprodukt erhältlich. Der Einstiegspreis liegt bei etwa $99 im ersten Jahr, die Verlängerung steigt auf ca. $199 pro Jahr⁸. Im Mittelpunkt steht jedoch klar die Thrive Suite. Diese kostet aktuell rund $299 pro Jahr (Verlängerung ab dem zweiten Jahr ca. $599/Jahr, Stand 2025)⁸ und beinhaltet mehrere Lizenz-Slots sowie Zugriff auf sämtliche Thrive-Produkte wie Thrive Leads, Thrive Optimize, Thrive Automator u.v.m. Eine Lifetime-Option gibt es nicht – das Modell basiert vollständig auf einem Jahresabo. Wird das Abo gekündigt, kann die zuletzt installierte Version weiter genutzt werden, allerdings ohne zukünftige Updates und Support. -
Erweiterbarkeit & Kompatibilität Thrive Architect ist klar auf Conversion fokussiert und funktioniert besonders gut innerhalb des eigenen Ökosystems. Externe Integrationen sind vorhanden – etwa zu gängigen E-Mail-Marketing-Diensten (über Thrive Leads), Zapier und weiteren Schnittstellen⁸. Im Bereich LMS- oder Membership-Plugins setzt man meist auf Drittanbieter-Lösungen. Hier hängt die Kompatibilität vom jeweiligen Plugin ab – in der Praxis funktioniert es meist solide, da Thrive als Page Builder relativ isoliert vom restlichen System arbeitet. Die Update-Frequenz ist hoch: Innerhalb der Thrive Suite erscheinen regelmäßig Verbesserungen, neue Templates und Feature-Erweiterungen. Seit der grundlegenden Code-Modernisierung 2020 (Übergang vom Thrive Content Builder zu Thrive Architect) gilt das System als technisch ausgereift – und wird dennoch kontinuierlich weiterentwickelt. -
Performance In der Praxis zeigt sich Thrive Architect erfreulich solide. In unseren Projekten liefen Thrive-Seiten spürbar flotter als vergleichbare Umsetzungen mit Divi. Die Auslieferung ist relativ schlank, es gibt wenig render-blockierende Ressourcen⁸. Hinzu kommt: Thrive wird häufig für gezielte Landingpages eingesetzt. Diese sind meist kompakter aufgebaut, was die Seitenkomplexität niedrig hält und der Performance zugutekommt. Wichtig ist jedoch: Wird eine komplette Website inklusive Blog, Archivseiten und umfangreicher Strukturen ausschließlich mit Thrive Architect gebaut, kann die Seitenlast steigen. Deshalb kombinieren viele Anwender Thrive mit einem schnellen Basis-Theme wie GeneratePress – der Blog läuft im nativen Theme-Template, während Conversion-Seiten mit Thrive erstellt werden. So entsteht ein sinnvoller Kompromiss aus Speed und Conversion-Fokus. -
Zielgruppe Thrive Architect richtet sich klar an Online-Marketer, Growth Hacker und Unternehmer:innen, die ihre Website als Leadmaschine verstehen. Wer Funnels, Kampagnen und Conversion-Rates im Blick hat, findet hier ein Tool, das genau dafür gebaut wurde⁸. Auch Agenturen, die Marketing- und Launch-Seiten für Kund:innen erstellen, greifen gern zu Thrive – mit dem klaren Ziel, messbare Ergebnisse zu liefern. Für technische Entscheider:innen in Unternehmen ist Thrive ebenfalls interessant: Marketing-Teams können eigenständig Tests und Kampagnen umsetzen, ohne bei jeder Änderung Entwickler einbinden zu müssen. Weniger geeignet ist Thrive, wenn rein ästhetische oder extrem markenspezifische Design-Experimente im Vordergrund stehen – dafür sind andere Builder flexibler. Geht es jedoch um KPI-getriebene Webseiten, ist Thrive Architect ein professionelles Werkzeug mit klarer Mission.
Ideal für Sales, Launches & „Coming Soon“
SeedProd: Kampagnenseiten in Rekordzeit
SeedProd ist der Sprinter auf unserer Baustelle – spezialisiert auf schnelle Starts und Landingpages. Ursprünglich bekannt als Plugin für Coming-Soon- und Wartungsseiten, hat sich SeedProd inzwischen zu einem vollwertigen Page- und Theme-Builder weiterentwickelt⁹.
Der Fokus bleibt jedoch klar: das schnelle Erstellen von verkaufsoptimierten Seiten wie Opt-ins, Salespages oder Launch-Pages. Wenn kurzfristig eine Promo-Seite live gehen muss, agiert SeedProd wie ein eingespieltes Notfall-Team – schnell, effizient und leichtgewichtig.
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Features & BesonderheitenSeedProd bietet einen Drag-&-Drop-Editor mit einer soliden Auswahl an klassischen Blöcken (Headline, Text, Bild, Video etc.) sowie spezialisierten Marketing-Blocks wie Countdown, Kontaktformular oder Social Profiles. Besonders stark sind die 150+ Vorlagen und vorgefertigten Themendesigns⁹. Damit lassen sich in wenigen Minuten Coming-Soon-Seiten, Webinar-Anmeldungen oder einfache Salespages live bringen.
Seit neueren Versionen beherrscht SeedProd auch Theme Building – Header, Footer, Blog-Templates und weitere globale Layouts können individuell erstellt werden⁹. Ein interessantes Feature ist die Domain-Mapping-Funktion: Landingpages lassen sich auf eine separate Domain ausspielen – ideal für Kampagnen mit eigener URL-Struktur.
Darüber hinaus punktet SeedProd mit zahlreichen E-Mail-Marketing-Integrationen (Mailchimp, ActiveCampaign u.a.). Formulare können direkt angebunden werden, ohne externe Tools⁹.
Und natürlich die Kernkompetenz: Coming Soon & Maintenance Mode. Während im Hintergrund entwickelt wird, zeigt SeedProd eine Vorschaltseite an – sauber, konvertierend und projekt-tauglich⁹.
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Vorteile- Blitzschnelle Einrichtung: SeedProd ist extrem einfach. Installation, Vorlage auswählen, Texte anpassen – fertig. Gerade für kurzfristige Marketingaktionen ein Segen.
- Performance-Fokus: Die Entwickler werben damit, dass SeedProd schneller lädt als typische Page Builder⁹. Tatsächlich sind Landingpages damit oft sehr schlank, weil SeedProd nur minimale Scripts einbindet. Für Conversion ist das super, da jede Millisekunde zählt.
- Spezialisierte Vorlagen: Die mitgelieferten Templates sind konkret auf Conversions getrimmt – nicht nur hübsch, sondern effektiv. Du bekommst Designs, die bewährt sind (z.B. klassische Newsletter-Anmeldeseite mit einem Bild und Bullet-Points). Das spart viel Design-Arbeit und Testen.
- Wartungsmodus / Coming Soon: Viele nutzen SeedProd allein für dieses Feature. Du kannst eine Coming Soon Seite live schalten, während du in Ruhe an der Website baust. Suchmaschinen sehen dann nur diese Seite (kann SEO-freundlich eingerichtet werden), Besucher können vielleicht E-Mail hinterlassen („Notify me on launch“) – das ist perfekt für Launches.
- Einfaches Theme Switching: Da SeedProd seitenweise arbeitet und im Theme-Building kontextbezogen, ist kein tiefer Lock-in gegeben. Du kannst es einschalten, um z.B. Launch-Seiten zu erstellen, und den Rest der Seite belässt du bei deinem normalen Theme/Builder. Es spielt relativ brav zusammen mit dem Rest der WP-Umgebung.
- Freemium-Version verfügbar: Es gibt eine kostenlose Version von SeedProd (mit abgespeckten Funktionen), die aber für Coming Soon Pages oder einfache Landings schon genügt. So kannst du risikofrei testen, ob es deinen Bedarf deckt.
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Nachteile- Begrenzter Umfang für vollwertige Websites: Auch wenn SeedProd inzwischen Theme Builder kann, würde man für sehr komplexe Sites vermutlich eher andere Tools nehmen. SeedProd ist ideal für einzelne Seiten oder Mikrosites – für eine große Unternehmenswebsite mit vielen Sonderfunktionen stößt man an Grenzen.
- Weniger Design-Freiheit: Die Philosophie „Speed & Simplicity“ bringt mit sich, dass SeedProd etwas weniger Feintuning zulässt. Z.B. gibt es weniger individuelle Einstellungen pro Block verglichen mit Elementor. Das meiste sitzt aber gut, nur bei speziellen Designideen kann man anstoßen (man soll gar nicht so viel custom machen – was wieder ein Vorteil für die Zielgruppe ist, die eben genau schnell standardkonforme Layouts will).
- Kein so großes Ökosystem: SeedProd ist populär (über 1 Million Websites nutzen es)⁹, doch es gibt nicht den Riesenmarkt an Addons oder Communities wie bei Elementor. Fragen findet man aber gut beantwortet in deren Doku und in allgemeinen WP-Foren.
- Konzentration auf Landingpages: Wer „alles“ mit einem Tool machen will, wird vielleicht von der Spezialisierung etwas eingeschränkt. SeedProd kann Blog-Layouts und Co, aber ehrlich gesagt: dafür nimmt man vllt. lieber den Block-Editor oder ein klassisches Theme und behält SeedProd für das, was es am besten kann (Landingpages).
- Preis der Vollversion: Die Pro-Version (mit allen Features inkl. Theme Builder) liegt bei ~ $199/Jahr (Pro) bis $239/Jahr (Elite)⁹. Das ist preislich in ähnlichen Regionen wie die Big Player. Für nur Coming Soon mag das viel wirken – aber man bekommt ja den ganzen Page Builder mit dazu. Dennoch, wer nur Coming Soon braucht, nimmt ggf. die Free-Version.
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LizenzmodellFreemium / Premium-Modell: SeedProd bietet eine kostenlose Basisversion (ohne Theme Builder, mit eingeschränkten Blöcken). Die Premium-Pläne sind gestaffelt:
- Personal: ca. $79/Jahr – 1 Website, eingeschränkte Features
- Plus: ca. $199/Jahr – 3 Websites, alle Pro-Features
- Pro: ca. $199.50/Jahr – 5 Websites, inkl. Theme Builder
- Elite: ca. $239.60/Jahr – unbegrenzte Websites, alle Features
Häufig gibt es Einführungsrabatte (z.B. 50% im ersten Jahr). Eine Lifetime-Option wird nicht angeboten.⁹
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Erweiterbarkeit & KompatibilitätSeedProd Pro spielt gut mit populären Plugins zusammen, gerade dank Integrationen in E-Mail-Services. WooCommerce wird z.B. für eigene Checkout- und Cart-Seiten unterstützt (ideal für Sales Funnels)⁹. Mit Membership-Plugins oder komplexen Dynamic-Data-Tools gibt es weniger direkte Berührungspunkte – solche Anforderungen löst man meist ergänzend über externe Lösungen.
Updates erscheinen regelmäßig mit neuen Templates, Blöcken und Optimierungen. Hinter dem Produkt steht WPBeginner / AwesomeMotive, eine große WordPress-Firma – das sorgt in der Regel für stabile Weiterentwicklung und verlässlichen Support.
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PerformanceWie erwähnt, hier liegt eine absolute Stärke von SeedProd. Seiten laden sehr schnell – oft unter 1 Sekunde, sofern Hosting und Assets sauber optimiert sind. Durch die klare Fokussierung auf Landingpages wird nur das Nötigste geladen, keine aufgeblähten Libraries oder unnötigen Abhängigkeiten.
In vielen Fällen übertrumpft eine mit SeedProd gebaute Landingpage ihre Elementor- oder Divi-Pendants deutlich in der Ladezeit. Und gerade bei Kampagnen gilt: schnellere Ladezeit kann direkt mehr Conversions bedeuten.
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ZielgruppeMarketing-Teams, Produktmanager und Startup-Gründer gehören klar zur Zielgruppe – also alle, die schnell etwas veröffentlichen wollen, ohne lange Konzeptphasen. Auch E-Commerce-Händler, die z.B. für Black Friday kurzfristig eine Promo-Seite live bringen möchten, profitieren von der Geschwindigkeit und Einfachheit von SeedProd.
Agenturen setzen es gern ein, um während der Entwicklungsphase einen professionellen Coming-Soon-Screen bereitzustellen oder gezielte Kampagnenseiten umzusetzen. Im Kern ist SeedProd ideal für alle, die schnell und pragmatisch eine überzeugende Seite erstellen möchten, ohne tief in komplexe Designprozesse einzutauchen.
Auch Hidden Champions aus Industrie und Mittelstand können damit eigenständige Produkt- oder Event-Landingpages realisieren – losgelöst von der Hauptwebsite. Unterm Strich ist SeedProd das einsatzbereite Express-Team: nicht für die komplette Stadtplanung gedacht, aber unschlagbar, wenn in kurzer Zeit etwas Wirkungsvolles entstehen muss.
leichtgewichtig, kostenlos und mit wachsender Design-Power
Gutenberg: WordPress pur
Gutenberg, also der WordPress Block-Editor, ist der Elefant im Raum: quasi das Werks-Bauteam von WordPress selbst. Seit 2018 hat WordPress mit Gutenberg einen eigenen visuellen Editor, der klassische Page-Builder teilweise überflüssig machen soll. Mittlerweile (Stand 2025) hat Gutenberg mit Full Site Editing (FSE) auch begonnen, ganze Themes ersetzbar zu machen – man kann also direkt in WordPress Vorlagen für Header, Footer & Co gestalten, sofern man ein Block-Theme nutzt. Gutenberg ist wie die Baustellenmannschaft, die schon immer da war, aber erst seit kurzem richtig aufgerüstet wurde, um mit den spezialisierten Fremdfirmen (den Plugins) mitzuhalten.
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Features & Besonderheiten
Der Block Editor ist integraler Bestandteil von WordPress. Jeder Inhalt wird als Block behandelt: Absatz, Überschrift, Bild, Galerie, Button – alles sind Blöcke, die man hinzufügen und konfigurieren kann. Es gibt mittlerweile Dutzende Core-Blöcke für gängige Zwecke.
Mit WordPress 5.9+ kam das Konzept der Block-Themes und des Site Editors: Damit kannst du Vorlagen (Templates) und Designelemente deines Themes im WP-Admin bearbeiten, per Drag & Drop ähnlich einem Page Builder. FSE ist aber noch im Werden – die Bedienung ist nicht so ausgereift wie bei spezialisierten Plugins. Dennoch kann man bereits vieles tun: z.B. einen individuellen Seitenheader bauen oder die Blog-Startseite layouten, ohne Code.
Gutenberg glänzt besonders im Content-Bereich: Für Artikel und einfache Seiten liefert er ein starkes Schreib-Erlebnis, inklusive Embed-Funktion (YouTube, Twitter einfach als Block einfügen) und Inline-Textformatierung. Durch die WordPress-Philosophie ist alles Open Source und bewusst leichtgewichtig gehalten.10
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Vorteile
- Core-Integration & Zukunftssicherheit: Gutenberg ist Standard in über 90% aller neuen WordPress-Installationen (seit Abschaltung des Classic-Editors als Default). Es wird von Automattic und der Community entwickelt und ist fest im Core verankert. Darauf zu setzen heißt, mit dem Strom zu schwimmen statt gegen ihn.
- Leicht & schnell: Gutenberg erzeugt sehr wenig Overhead. Seiten, die komplett mit dem Block Editor erstellt sind, haben oft einen Speed-Vorteil. Kein zusätzliches Plugin bedeutet weniger potenzielle Fehlerquellen und geringeren Update-Bedarf.
- Keine Kosten, keine Lizenzen: Gutenberg ist Teil von WordPress und damit vollständig kostenlos nutzbar – auch für kommerzielle Projekte. Budget-technisch ist das ideal.
- Einfach für Content-Ersteller: Für Blogposts und textlastige Seiten ist Gutenberg besonders stark. Blöcke wie Überschriften, Zitate oder Bilder lassen sich intuitiv einfügen und arrangieren. Der Workflow vieler Redakteure hat sich dadurch deutlich verbessert – kein Vergleich zu früheren Shortcode- oder Custom-Field-Lösungen.
- Wachsende Design-Fähigkeiten: Mit jedem Release nähert sich Gutenberg stärker einem Page Builder an. Globale Stile, Theme-weite Einstellungen und Patterns ermöglichen konsistente Designs. Funktionen wie das Style Book (eingeführt in WP 6.8) zeigen, dass WordPress hier strategisch weiter ausbaut[77][78].
- Community & Ökosystem: Zahlreiche Plugins erweitern Gutenberg (z.B. Spectra, Kadence Blocks etc.). Zudem entstehen immer mehr Block-Themes, die speziell für den Editor entwickelt wurden. Das gesamte WordPress-Ökosystem verschiebt sich in diese Richtung – langfristig bedeutet das mehr Ressourcen, Tutorials und Support.
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Nachteile
- Usability (noch) nicht auf Page-Builder-Niveau: Trotz Verbesserungen empfinden viele Nutzer einen Unterschied in der Bedienung. Dinge wie präzises Pixel-Spacing, freies Draggen an beliebige Stellen oder schwebende Layer sind im Gutenberg-System (noch) nicht vorgesehen. Die Oberfläche des Site Editors wirkt teils verwirrend, Funktionen sind in Menüs versteckt. Für Elementor-User kann das frustrierend sein, weil manches (noch) nicht geht oder umständlicher gelöst ist.
- Block-Plugins oft nötig: Out-of-the-box ist Gutenberg solide, aber viele Projekte brauchen Erweiterungen (z.B. Spectra etc.), um komplexere Layouts umzusetzen. Das System ist modular – aber man arbeitet dann mit mehreren Addons statt mit einem geschlossenen Tool.
- Inkonsistenzen bei Themes: Block-Themes sind im Kommen, doch viele klassische Themes unterstützen Gutenberg nur teilweise. Je nach Theme kann der Editor anders reagieren, Breiten sind eingeschränkt oder Styles weichen ab. Die Abstimmung zwischen Theme und Editor ist nicht immer perfekt.
- Reifegrad FSE: Full Site Editing ist noch vergleichsweise jung (seit 2022 im Core). Konzepte wie Template Parts oder Block Navigation sind nicht jedem sofort klar. Zudem fehlen noch GUI-Features wie komplexe Template-Bedingungen oder komfortables globales Header/Footer-Management. Stand heute können Divi/Elementor im Gesamtdesign oft mehr – und einfacher.
- Performance im Backend: Einige Nutzer berichten, dass der Gutenberg-Editor bei sehr inhaltsreichen Seiten oder auf schwächeren Rechnern träger wird, da die Seite live im Editor gerendert wird. Bei komplexen Layouts kann das im Backend spürbar sein.
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Lizenzmodell Nicht anwendbar – es ist GPL und Teil von WordPress. Man „erwirbt“ es durch Nutzung von WordPress.
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Erweiterbarkeit & Kompatibilität
Sehr hoch. Jedes Plugin, das sich an WordPress-Standards hält, läuft in der Regel auch mit Gutenberg. Viele Entwickler achten inzwischen explizit darauf, ihre Produkte Gutenberg-kompatibel zu machen – sei es SEO-Plugin, WooCommerce oder andere Erweiterungen.
Der Editor selbst lässt sich mit relativ wenig Aufwand durch eigene Blocks erweitern – entsprechend groß ist der Boom an Block-Plugins. Ergänzend dazu gibt es Block Patterns (Layout-Vorlagen) und perspektivisch weitere Varianten wie Block Variations. Das System ist offen, modular und entwicklerfreundlich.
Updates: WordPress veröffentlicht etwa alle vier Monate neue Versionen, in die kontinuierlich neue Gutenberg-Features integriert werden. Wer zusätzlich das Plugin „Gutenberg“ installiert, kann kommende Editor-Funktionen bereits vorab testen, da es als offizielles Feature-Plugin dient.
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Performance
Frontend-technisch top (siehe oben). Im Backend – je nach Umfang und Komplexität der Seite – eher mittel. Insgesamt ist Gutenberg jedoch der leichtgewichtigste Weg, Inhalte zu erstellen, ohne sich unnötige Performance-Bußgelder einzuhandeln.
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Zielgruppe Alle WordPress-Nutzer, könnte man sagen. Doch spezifisch: Entwicklerinnen und Entwickler, die längere Zeit an WP bleiben wollen, sollten Gutenberg zumindest im Auge haben – es ist die Zukunft der Plattform.
Hidden Champions mit internen Teams könnten mit eigenen Block-Themes sehr maßgeschneiderte Lösungen schaffen, ohne externe Builder. Einsteiger profitieren davon, dass alles direkt integriert ist – viele erstellen ihre Seiten und wissen gar nicht mehr, dass es früher zwingend zusätzliche Page Builder brauchte.
Agenturen sind hier zweigespalten – einige schwören bereits auf Gutenberg + Addons als Ersatz für klassische Builder, andere warten noch ab. Unterm Strich: Gutenberg ist der eingebaute Baumeister, dem zwar noch ein paar Werkzeuge fehlen, der aber ständig dazulernt und langfristig durchaus das Potenzial hat, externe Builder unter Druck zu setzen.
Weit verbreitet, aber technisch längst überholt
WPBakery: Ein Relikt mit Masse
WPBakery (früher Visual Composer Page Builder) ist der Veteran auf der Baustelle. Lange bevor Elementor & Co. populär wurden, war WPBakery der Page Builder, oft gebündelt mit Premium-Themes (insbesondere von ThemeForest). In unserer Metapher wäre WPBakery der alteingesessene Bauführer, der viele Gebäude errichtet hat, aber dessen Methoden heute teilweise überholt wirken. Nichtsdestotrotz ist er immer noch auf vielen Websites aktiv – man schätzt, dass rund 7,4 % aller Websites mit bekanntem CMS WPBakery einsetzen (das sind fast 3 Millionen Seiten)¹¹, was enorm ist. Allerdings stagniert die Verbreitung zugunsten moderner Alternativen.
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Features & Besonderheiten
WPBakery bietet sowohl einen Backend-Editor (im WP-Admin über dem Inhalt) als auch einen Frontend-Editor zum visuellen Bearbeiten¹¹. Die Bedienung basiert auf Content-Elementen und Grids: Man fügt Zeilen ein, teilt diese in Spalten und platziert darin Elemente.
Es gibt viele Standard-Module: Textblöcke, Bilder, Tabs, Accordions, Galerien etc. Die meisten Premium-Themes brachten sogar eigene WPBakery-Elemente mit (z.B. Portfolio-Grid-Elemente).
Besonders praktisch: WPBakery funktioniert mit fast jedem Theme, da es sich einfach als Plugin einklinkt¹¹. Es verfügt über ein Vorlagen-System (Layouts speichern/wiederverwenden) und einen rudimentären Design-Optionen-Manager (z.B. Farben global setzen).
Neuere Versionen ergänzen Features wie Skin Builder (Farbschemen global ändern) und eine Element-API für Entwickler. Außerdem kam eine Art AI Design Assistant dazu, der Tipps gibt¹¹ – ein Versuch, moderner zu wirken.
Unterm Strich ist WPBakery im Konzept und UI aber noch sehr nah an dem Stand von vor 5+ Jahren – was heute stellenweise altmodisch wirken kann.
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Vorteile
- Weit verbreitet (Legacy): Wenn du mit bestehenden WP-Sites aus den 2010ern zu tun hast, ist die Chance hoch, auf WPBakery zu treffen. Es ist überall – viele ThemeForest-Themes haben es fest eingebaut. Für Legacy-Projekte also weiterhin relevant.
- Kompatibilität: WPBakery läuft mit nahezu jedem Theme und ist mit sehr vielen Plugins getestet. Es ist ein „kleinster gemeinsamer Nenner“ – viele Entwickler haben Workarounds für WPBakery implementiert, weil es so oft vorkam. Dadurch gibt’s selten böse Überraschungen bei Plugin-Konflikten.
- Einfaches Grid-System: Das Spalten-System war eines der ersten seiner Art und ist simpel: Du wählst vordefinierte Spaltenlayouts (z.B. 1/3 + 2/3) und ziehst Elemente hinein. Für schnelle Layouts reicht das – und Nicht-Designer lernen es meist schnell.
- Mature & stabil: Das Produkt existiert seit vielen Jahren, die meisten Kinderkrankheiten sind ausgemerzt. WPBakery „tut was es soll“, bekommt Sicherheitsupdates und bleibt in der Regel mit aktuellen WordPress-Versionen kompatibel.
- Add-on-Ökosystem: Es gibt zig WPBakery Addons (z.B. über CodeCanyon), die zusätzliche Elemente und Templates liefern – von Charts über Instagram-Feeds bis zu Sliders. Das Ökosystem hat WPBakery lange aufgebohrt, als im Core weniger Innovation passierte.
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Nachteile
- Veraltete Architektur (Shortcodes): WPBakery speichert Layouts als verschachtelte Shortcodes. Das bedeutet Lock-in pur: Ohne das Plugin zeigt eine Seite nur Shortcode-Texte statt lesbarer Inhalte. Das ist heute nicht mehr zeitgemäß und erschwert einen Wechsel erheblich.
- Performance-Bremse: Der generierte Code ist nicht besonders leichtgewichtig. Viele Wrapper-DIVs, Inline-CSS und umfangreiche JS-Dateien sorgen dafür, dass WPBakery-Seiten oft langsamer laden als moderne Builder- oder Gutenberg-Lösungen. Ohne Caching wirkt die Seite schnell schwerfällig.
- Nicht sonderlich intuitiv (heute): Die UI hat sich kaum verändert. Funktional, aber im Vergleich zu moderner UX deutlich sperriger. Der Backend-Editor mit Shortcode-Boxen ist für Laien schwer verständlich, und selbst der Frontend-Editor wirkt weniger reaktiv als Elementor & Co.
- Wenig Innovation: Große Feature-Sprünge blieben aus. Während andere Builder Theme Builder, Popup Builder oder Dynamic Data integrierten, kamen solche Funktionen hier nicht nativ an. Das separate Produkt „Visual Composer Website Builder“ konnte WPBakery nicht ablösen – faktisch steht WPBakery eher für Stillstand als für Weiterentwicklung.
- Lizenzverwirrung: Die Namensähnlichkeit zu „Visual Composer“ sorgt bis heute für Verwirrung. WPBakery Page Builder ist das klassische Plugin, oft in Themes gebündelt. Standalone kostet es ca. $64 pro Site (Einmallizenz), Theme-Bundle-Nutzer erhalten Support jedoch meist nur über den Theme-Entwickler – das Modell wirkt fragmentiert.
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Lizenzmodell
- Premium-Modell: WPBakery ist ein kostenpflichtiges Plugin – entweder einzeln gekauft oder in Premium-Themes (v.a. ThemeForest) gebündelt enthalten.
- Einzellizenz: Standalone kostet WPBakery ca. $64 einmalig pro Website (inkl. Updates für diese Lizenz). Es handelt sich um eine klassische Envato-/Codecanyon-Lizenz pro Domain.
- Theme-Bundles: Häufig ist WPBakery bereits im gekauften Theme enthalten. In diesem Fall erfolgt Support meist über den Theme-Entwickler, nicht direkt über WPBakery.
- Keine echte Mehrseiten- oder Lifetime-Lizenz: Es gibt keine offizielle Unlimited-Sites-Option. „Lifetime“ ergibt sich nur indirekt durch die Einmallizenz pro Site.
- Strategische Ausrichtung: Das Team fokussiert sich heute stärker auf den neueren „Visual Composer Website Builder“ (SaaS-Modell). WPBakery läuft eher im Wartungsmodus – erhält aber weiterhin Updates, da Millionen aktiver Installationen bestehen.
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Erweiterbarkeit & Kompatibilität
- Addons & Erweiterungen: Es sind zahlreiche Addons verfügbar (Design-Elemente, Icons, Spezial-Module etc.), vor allem über externe Marktplätze. Damit lässt sich der Funktionsumfang deutlich erweitern.
- Kompatibilität mit Standard-Plugins: Mit gängigen WordPress-Plugins arbeitet WPBakery in der Regel stabil zusammen. Es gilt als „kompatibler Nenner“, da viele Plugins historisch Rücksicht auf WPBakery genommen haben.
- Abgekoppelt von neueren WP-Konzepten: Moderne Entwicklungen wie Gutenberg-Blocks oder Full Site Editing spielen für WPBakery praktisch keine Rolle – es existiert weitgehend in seiner eigenen Architektur.
- Update-Strategie: Updates dienen primär der Sicherstellung von Kompatibilität mit neuen WordPress- und PHP-Versionen. Große Feature-Sprünge sind selten geworden.
- Realistische Erwartung: WPBakery wird voraussichtlich nicht plötzlich „kaputtgehen“, aber signifikante Weiterentwicklungen sollte man ebenfalls nicht erwarten – es befindet sich faktisch im Wartungsmodus.
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Performance Eine WPBakery-Seite kann schnell sein, wenn schlicht gehalten. Aber oft wurden damit sehr komplexe Theme-Demos gebaut, die entsprechend lahm liefen. Der Hauptgrund ist, dass WPBakery pro Element Shortcodes verarbeitet und viel Markup erzeugt. Das DOM wird groß, CSS/JS-Bundles sind nicht minimal. Insgesamt musst du mehr tun, um WPBakery-Seiten performance-zu optimieren (minifizieren, CDN, etc.).
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Zielgruppe
Bestehende WPBakery-Nutzer sind heute klar die Hauptzielgruppe. Realistisch wählt kaum noch jemand WPBakery für ein neues Projekt – außer es ist fest an ein Premium-Theme gebunden und man möchte dessen Demo 1:1 importieren.
Früher nutzten viele Agenturen WPBakery, heute ist das deutlich seltener (auch wir haben es vor Jahren eingesetzt und sind inzwischen auf modernere Lösungen gewechselt). Entwickler, die ThemeForest-Themes anpassen, müssen sich jedoch weiterhin damit auskennen, weil es dort nach wie vor häufig integriert ist.
Unternehmen mit älteren WordPress-Websites haben WPBakery oft noch im Bestand und stehen vor der Frage: behalten oder wechseln? Für genau diese Zielgruppe gilt: Ein geplanter Relaunch ist meist der ideale Zeitpunkt, um sich von WPBakery zu verabschieden – zugunsten eines zeitgemäßen Builders oder direkt Gutenberg.
Dennoch sollte man fair bleiben: WPBakery hat vielen Projekten den Weg geebnet. Wenn es vorhanden ist, kann man damit arbeiten. Es ist der Oldie auf der Baustelle – nicht mehr im Schichtdienst, aber als Altlast im Bestand immer wieder anzutreffen.
Der Builder für alle, die sofort loslegen wollen
Brizy: Einfach, intuitiv, schön
Brizy ist ein vergleichsweise junger Page Builder, der mit einem fokussierten Konzept auftritt: maximale Einfachheit durch Inline-Editing. In der Baustellen-Saga wäre Brizy der smarte Kranführer, der mit minimalistischen Hebeln und viel Automatik die Arbeit erledigt – alles wirkt wie von selbst, man muss nur grob angeben, wo’s langgeht. Brizy richtet sich stark an Nutzer, die sich von zu vielen Optionen erschlagen fühlen und lieber direkt am Design hantieren.
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Features & BesonderheitenBrizy bietet einen sehr aufgeräumten Editor. Statt einer klassischen Seitenleiste wie bei Elementor erscheint ein schwebendes Kontext-Menü direkt dort, wo du klickst. Klickst du beispielsweise auf einen Text, öffnet sich eine kleine Toolbar mit Textoptionen unmittelbar über dem Element. Dieses Inline-Editing macht das Erlebnis flüssig und nahezu unsichtbar – man fühlt sich, als würde man die fertige Seite direkt bearbeiten, ganz ohne typische Admin-Oberfläche12.
Brizy kommt mit über 150 fertigen Blöcken (Inhaltselemente) und zahlreichen Layout-Vorlagen. Zusätzlich gibt es globale Styling-Optionen, mit denen du Fonts und Farben einmal definierst und überall nutzt. Das spart Zeit und sorgt für konsistente Designs12.
Brizy existiert sowohl als WordPress-Plugin (Page Builder) als auch als eigenständige Brizy Cloud Version (gehosteter Website-Baukasten). Das ist ein Alleinstellungsmerkmal: Du kannst entscheiden, ob du WordPress einsetzen möchtest oder komplett in der Cloud arbeitest12.
Für WordPress-Nutzer besonders relevant: In der Pro-Version unterstützt Brizy inzwischen auch Theme-Builder-Funktionen, sodass Header, Footer und Blog-Templates individuell gestaltet werden können. Zusätzlich sind Popups sowie Marketing-Integrationen (z.B. Anbindung von Formularen an Mailchimp) enthalten12.
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Vorteile- Intuitive Bedienung: Brizy ist vielleicht der einfachste der hier genannten visuellen Builder. Nutzer, die sich mit zu vielen Schaltern schwertun, kommen mit Brizy gut klar, weil vieles automatisch geregelt wird (z.B. Abstände). Die Inline-Toolbars und das minimale UI-Design sorgen für einen schnellen Einstieg und flüssiges Arbeiten.¹²
- Schnelle Ergebnisse: Dank der vorgefertigten Blöcke lassen sich moderne Layouts extrem schnell zusammensetzen. Man wählt z.B. eine Hero-Section, passt Text und Bild an – fertig. Ideal für Prototyping oder schlanke Marketing-Seiten.¹²
- Cloud-Option: Neben dem WordPress-Plugin existiert Brizy Cloud. Projekte können dort erstellt und später in WordPress importiert werden. Diese Flexibilität ist im Builder-Markt nahezu einzigartig.¹²
- Stetige Entwicklung: Brizy ist zwar nicht Marktführer, liefert aber kontinuierlich Updates und neue Features (z.B. Theme Builder, rudimentäre E-Commerce-Funktionen). Das Team verfolgt eine klare Produktstrategie und baut das System schrittweise aus.¹²
- Kostenloser Grundstock: Es gibt eine kostenlose Version mit ausreichenden Features für einfache Websites und Landingpages. Für kleinere Projekte kann Brizy komplett ohne Kosten genutzt werden.¹²
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Nachteile- Etwas eingeschränkt für Profis: Wer maximal individuelle Designs umsetzen möchte, stößt bei Brizy an Grenzen. Das System ist bewusst simpel gehalten – tiefgehende Einstellungen oder komplett freie Breakpoint-Definitionen fehlen teilweise. Für 95% der Anwendungsfälle ausreichend, aber Pixelperfektionisten oder Developer vermissen manchmal Feintuning.¹²
- Relativ neues Tool: Brizy ist weniger verbreitet als Elementor oder Divi. Entsprechend gibt es weniger Drittanbieter-Ressourcen, Tutorials oder erprobte Speziallösungen. Die Community wächst, ist aber kleiner – gelegentliche Workarounds muss man selbst finden.¹²
- Performance okay, aber nicht top: Brizy-Seiten sind solide performant, jedoch nicht extrem schlank. In vielen Tests liegt Brizy im Mittelfeld – schneller als Divi „out of the box“, etwa auf Elementor-Niveau, aber nicht so minimalistisch wie Oxygen oder Bricks.¹²
- Lizenz & Pricing etwas komplexer: Die Pro-Lizenzen sind nach Anzahl der Websites gestaffelt (inkl. Unlimited-Option). Zusätzlich existiert die Unterscheidung zwischen WP-Version und Cloud-Version, was für Einsteiger verwirrend sein kann.¹²
- Geringerer Marktanteil: Brizy ist im Vergleich zu großen Buildern weniger verbreitet. Wer Projekte an Kunden übergibt, sollte bedenken, dass es aktuell weniger spezialisierte Brizy-Experten am Markt gibt.¹²
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Lizenzmodell- Free-Version: Kostenlos im offiziellen WordPress-Plugin-Repository verfügbar (Basis-Features, kein Pro-Theme-Builder).¹²
- Personal: ca. $60/Jahr für 1 Website.¹²
- Freelancer: ca. $108/Jahr für bis zu 25 Websites (inkl. Mitglieder-Feature).¹²
- Agency: ca. $192/Jahr für bis zu 100 Websites (inkl. Multisite & Prioritätssupport).¹²
- White Label: ca. $300/Jahr für 100 Websites mit White-Label-Funktion.¹²
- Lifetime-Option: Zeitweise als einmalige Zahlung verfügbar (nicht dauerhaft im Angebot).¹²
Hinweis: Die Lizenzen decken sowohl die WordPress-Plugin-Version als auch die Cloud-Funktionen ab. Für typische B2B- oder Agentur-Szenarien sind meist Agency oder White Label relevant – je nachdem, ob Kunden Zugriff auf den Builder erhalten sollen.¹²
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Erweiterbarkeit & KompatibilitätBrizy spielt gut mit Standard-Themes (braucht aber eigentlich kein spezielles Theme, da es einen eigenen Canvas-Modus mitbringt). Mit Plugins gibt es selten Konflikte, da Brizy relativ isoliert arbeitet.
WooCommerce wird rudimentär unterstützt (einige Basic-Elemente sind vorhanden). Für komplexere Shop-Logiken greift man jedoch meist auf externe Lösungen zurück.
Updates: erfolgen regelmäßig – vor allem mit Verbesserungen am Editor und UI. Ein riesiges Addon-Ökosystem wie bei Elementor existiert nicht, jedoch gibt es einige Drittanbieter-Design-Kits zur Erweiterung.
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PerformanceWie gesagt, insgesamt eher durchschnittlich. Performance ist nicht der Hauptfokus von Brizy, allerdings wird kontinuierlich optimiert.
Bei vielen globalen Blöcken kann der Editor etwas zäh reagieren – das berichten einige Nutzer. Für normale Business-Websites ist die Geschwindigkeit jedoch völlig ausreichend und im praxisnahen Einsatz unproblematisch.
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ZielgruppeDesign-orientierte Anfänger und vielbeschäftigte Freelancer sind klassische Brizy-Anwender. Also Menschen, die schöne Websites erstellen möchten, ohne sich lange einzuarbeiten.
Auch Agenturen mit hohem Durchsatz (z.B. viele kleinere Kundenprojekte) profitieren, weil die Learning Curve gering ist – selbst Junior-Designer werden schnell produktiv.
Für interne Marketing-Teams in Unternehmen, die eigenständig Landingpages bauen möchten, ist Brizy attraktiv: Die Bedienung ist so intuitiv, dass man kaum etwas „kaputt konfigurieren“ kann.
Hardcore-Entwickler hingegen greifen meist zu Code oder komplexeren Buildern – für sie ist Brizy oft zu stark vereinfacht.
Besonders im eigenen Ökosystem
Themify Builder: Solide Klassik für kleine Projekte
Themify Builder ist ein Page Builder, der oft unter dem Radar fliegt, da er primär in Verbindung mit den Themify-Themes bekannt ist. Stell es dir vor wie ein firmeneigenes Baukastensystem: Die Firma Themify hat ihre Themes mit einem eigenen Builder ausgestattet, um Kunden ein rundes Paket zu bieten. Auf unserer Baustelle ist das der Spezialist, der nur mit seinem eigenen Werkzeugkoffer arbeitet – in seinem Gebiet effizient, aber außerhalb weniger bekannt.
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Features & BesonderheitenThemify Builder funktioniert sowohl im Backend als auch im Frontend (visuelles Bearbeiten) und erlaubt Drag&Drop von Modulen ähnlich anderer Builder. Es umfasst Standard-Module (Text, Bild, Video) und einige erweiterte (Slider, Accordions, Galerie, Feature-Boxen etc.).
Besonders ist, dass es teilweise kostenlos ist: Der Builder ist als Plugin gratis erhältlich und funktioniert mit jedem Theme, allerdings sind einige erweiterte Features nur in der Pro-Version aktiv.
Themify Builder Pro ist wiederum eher ein Theme Builder: Damit kann man Template-Dateien (Header, Footer, Post-Layouts) für jedes Theme erstellen¹³ – ähnlich Beaver Themer oder Elementor Theme Builder, aber als separates Tool.
Eine Stärke: Themify Builder hat Vorlagen – über 40 vorgefertigte Landingpage-Layouts sind dabei, sodass Nutzer schnell Startpunkte haben¹³. Außerdem besitzt es Animationen und Responsive Grids out of the box und unterstützte sogar WooCommerce recht früh mit Builder-Integration.
Ein Feature, das Entwickler schätzen: die Möglichkeit, Custom CSS und Skripte auf einzelnen Modulen/Seiten zu hinterlegen.
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Vorteile- Integration mit Themify-Themes: Wenn du ein Themify-Theme (z.B. Ultra, Shoppe) nutzt, ist der Builder perfekt darauf abgestimmt. Du kannst praktisch alles am Theme via Builder anpassen. Für Endkunden dieser Themes ein großer Pluspunkt, denn sie brauchen kein externes Plugin.
- Einfache Bedienung: Der Builder ist recht straightforward – nicht so polished wie Brizy, aber wer mal einen Page Builder benutzt hat, kommt sofort zurecht. Drag&Drop, modulare Reihen: bekanntes Prinzip, gut umgesetzt.
- Pro-Version als Full Theme Builder: Mit Builder Pro (separat) kannst du theme-unabhängig ganze Designs bauen, inklusive dynamischem Content (Post Meta einfügen etc.)¹³. Damit schließt Themify zur Konkurrenz auf und erlaubt auch, Nicht-Themify-Themes vollständig zu überlagern.
- Leichtgewichtig & schnell: Themify Builder ist in Tests relativ flott. Die Codeausgabe ist nicht übermäßig aufgebläht und Seiten laden fix, vor allem mit Pro, da es auf unnötiges verzichtet. Themify hat in letzten Updates Performance-Optimierungen gemacht – Nutzer berichten von verbesserten Ladezeiten¹³.
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Der Builder selbst ist gratis. Themify Builder Pro gibt’s im Membership-Bundle mit allen Themify-Themes, was meist ~$89/Jahr kostet inkl. 25 Themes & Plugins. Für den Gegenwert (25 Themes + Theme Builder + Plugins) ist das günstig, besonders für Freelancer, die mehrere Sites betreuen. Oft gibt es auch einen Lifetime Club für ~ $249, was dann alles einschließt.
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Nachteile- Wenig Verbreitung außerhalb Themify: Außerhalb der Käufer von Themify-Themes kennt kaum jemand den Builder. Das bedeutet, der Community-Support ist kleiner und es gibt kaum Dritt-Addons. Man ist weitgehend auf das angewiesen, was Themify selbst bereitstellt.
- Nicht so feature-rich wie Top-Builder: Einige fortgeschrittene Funktionen fehlen oder sind weniger ausgereift. Beispielsweise gibt es weniger Marketing-Integrationen als bei Thrive oder keine dedizierte Popup-Engine wie bei Elementor Pro. Die Basics sind abgedeckt, aber bei komplexeren Anforderungen stößt man an Grenzen.
- UI/UX nicht hypermodern: Das Interface ist funktional, wirkt jedoch etwas altbacken im Vergleich zu neueren Tools. Einstellungsdialoge erscheinen teils technisch und textlastig. Es erfüllt seinen Zweck, erzeugt aber keinen echten „Wow“-Effekt.
- Konflikte bei paralleler Nutzung: Wer bereits einen anderen Page Builder verwendet, sollte Themify Builder nicht zusätzlich aktivieren. Eine Multi-Builder-Nutzung ist generell suboptimal und kann hier besonders schnell zu Konflikten führen.
- Wenig Innovationsdruck: Themify konzentriert sich auf sein eigenes Ökosystem, springt aber nicht auf jeden Trend auf. Neue Features erscheinen, jedoch ohne großen Innovationssprung. Der Fokus liegt klar auf einem soliden Standard statt auf experimentellen Funktionen.
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Lizenzmodell- Freemium/Premium: Das Themify Builder Plugin (Basis) ist kostenlos und mit allen Themes nutzbar.
- Themify Builder Pro: Nur im Rahmen der Themify Club Mitgliedschaft erhältlich (nicht einzeln kaufbar).
- Master Club – ca. $89/Jahr: Enthält alle Themes, Plugins sowie Builder Pro und weitere Add-ons.
- Lifetime Club Option: Einmalzahlung möglich (je nach Angebot), inklusive dauerhaftem Zugriff auf Themes & Plugins.
- Einzelnes Theme – ca. $59: Inklusive 1 Jahr Support & Updates. Der Basis-Builder ist enthalten, jedoch nicht Builder Pro.
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Erweiterbarkeit & Kompatibilität- Erweiterbarkeit & Kompatibilität innerhalb der Themify-Welt: Alle Themify-Themes und -Plugins (z.B. Post Type Builder, WooCommerce Addon) sind optimal aufeinander abgestimmt.
- Fremd-Themes: Der Basis-Builder funktioniert mit nahezu jedem Theme. Builder Pro kann Theme-Templates überschreiben bzw. Template Parts ersetzen und dadurch auch mit Dritt-Themes arbeiten.
- Plugin-Kompatibilität: Standard-Plugins laufen in der Regel problemlos. Es gibt jedoch keine tiefgehenden Spezialintegrationen.
- Konfliktpotenzial bei mehreren Buildern: Wenn zwei Page Builder parallel aktiv sind (z.B. Divi + Themify), kann es zu Konflikten kommen – Multi-Builder-Setups sind nicht empfehlenswert.
- Updates & Weiterentwicklung: Regelmäßige Anpassungen an neue WordPress-Versionen sowie gelegentliche Feature-Erweiterungen (z.B. Animationsoptionen). Der Release-Zyklus ist jedoch gemächlicher als bei marktführenden Buildern wie Elementor.
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PerformanceErfreulich ordentlich. Themify hat früher viel Kritik wegen Performance bekommen, darauf reagiert und vor allem deren Themes deutlich optimiert. Der Builder selbst ist relativ schlank, verwendet jedoch Shortcodes. Das bedeutet: Bei Deaktivierung bleiben Shortcode-Reste zurück (Lock-in ähnlich wie bei Divi).
Der geladene Code ist allerdings nicht schlimmer als bei Divi oder Elementor – teils sogar besser. In einer Fallstudie berichtete ein Nutzer von 100/100 PageSpeed mobil mit Themify Ultra + Builder[95]. Mit sauberer Konfiguration und Optimierung ist also sehr gute Performance möglich.
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ZielgruppeBestehende WPBakery-Nutzer sind heute klar die Hauptzielgruppe. Realistisch wählt kaum noch jemand WPBakery für ein neues Projekt – außer es ist fest an ein Premium-Theme gebunden und man möchte dessen Demo 1:1 importieren.
Früher nutzten viele Agenturen WPBakery, heute ist das deutlich seltener (auch wir haben es vor Jahren eingesetzt und sind inzwischen auf modernere Lösungen gewechselt). Entwickler, die ThemeForest-Themes anpassen, müssen sich jedoch weiterhin damit auskennen, weil es dort nach wie vor häufig integriert ist.
Unternehmen mit älteren WordPress-Websites haben WPBakery oft noch im Bestand und stehen vor der Frage: behalten oder wechseln? Für genau diese Zielgruppe gilt: Ein geplanter Relaunch ist meist der ideale Zeitpunkt, um sich von WPBakery zu verabschieden – zugunsten eines zeitgemäßen Builders oder direkt Gutenberg.
Dennoch sollte man fair bleiben: WPBakery hat vielen Projekten den Weg geebnet. Wenn es vorhanden ist, kann man damit arbeiten. Es ist der Oldie auf der Baustelle – nicht mehr im Schichtdienst, aber als Altlast im Bestand immer wieder anzutreffen.
Die richtige Wahl spart dir Jahre – die falsche kostet sie
Fazit: Welcher Page Builder passt auf deine Baustelle?
Wie wir gesehen haben, gibt es nicht den einen Page Builder, der in allen Disziplinen führt – vielmehr haben sich spezialisierte Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse etabliert. Die Wahl des richtigen „Baumaschinenparks“ hängt stark von deinem Projekt und deiner Zielgruppe ab:
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Wenn du maximale Flexibilität willst,
ist Elementor eine hervorragende Wahl. Es ist das Allround-Tool, mit dem man wenig falsch macht. Vor allem Agenturen und Unternehmen, die schnelle Ergebnisse und viele Funktionen ohne viel Code brauchen, sind hier richtig.
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Steht Conversion oder Marketing im Vordergrund,
könnten Thrive Architect oder SeedProd die Nase vorn haben. Thrive für komplexere Marketing-Sites mit A/B-Tests und kompletten Funnel-Building, SeedProd für ultraschnelle Landingpages und Launches. Beide legen den Fokus auf Verkaufsziele – wichtig für E-Commerce und Vertriebsteams.
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Performance-Fanatiker und Entwickler,
die jeden Byte optimieren wollen, schielen Richtung Oxygen oder Bricks. Oxygen gibt ultimative Kontrolle und Leanness, erfordert aber Know-how. Bricks bietet einen Mittelweg: sehr schnell, aber dennoch einfacher zu bedienen. Ein Hidden Champion, der auf High-Speed-Websites setzt, könnte z.B. mit Bricks eine zukunftssichere, schlanke Grundlage legen.
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Design-Liebhaber und kreative Agenturen,
die pixelperfekte Seiten ohne Einschränkungen wollen, greifen ggf. zu Divi (für ein all-inclusive Design-Framework) oder probieren neue Ansätze mit Breakdance. Divi hat den Vorteil eines Lifetime-Deals und kommt mit riesigem Layout-Archiv – perfekt, wenn man viele Sites mit einem Tool umsetzt. Breakdance wiederum zeigt, wohin die Reise gehen kann: moderner Ansatz, viel Potenzial und einfacher als Oxygen und schneller als mancher Alt-Builder.
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Einsteiger oder Teams mit begrenzten Ressourcen
werden mit Brizy oder Spectra/Gutenberg glücklich. Brizy für den sofortigen „Spaß“ beim Bauen – es ist wirklich idiotensicher. Spectra (Gutenberg) für die strategische Entscheidung, sich auf WordPress-Standards zu verlassen und trotzdem Page-Builder-Komfort zu nutzen. Nicht zu vergessen: Gutenberg entwickelt sich rasant – in ein, zwei Jahren könnte der Block-Editor viele Gründe für externe Builder obsolet machen.
Unser Favorit ist tendenziell Elementor, einfach weil es für die meisten B2B-Anwendungen die geringsten Kompromisse erfordert: große Community, viele Templates, regelmäßige Updates und eine solide Performance, wenn man es richtig einsetzt. Doch: Wir bei medienvirus wählen Tools immer passend zum Projekt. Es gibt Fälle, da ist ein schlanker Bricks-Ansatz besser (z.B. technische Websites mit Schwerpunkt Geschwindigkeit), oder wir kombinieren sogar Lösungen – z.B. bauen wir den Hauptauftritt in Elementor, nutzen aber Spectra für blognahe Inhalte, oder setzen auf Thrive Architect für spezielle Kampagnenseiten.
Letztlich zählt: Deine Website-Baustelle sollte mit den Werkzeugen bestückt sein, die dein Team bedienen kann und die deine Projektziele am besten unterstützen. Entscheider sollten Fragen stellen wie “Wer pflegt die Seite?“, “Wie wichtig sind Ladezeiten vs. Animationsvielfalt?“, “Welches Budget steht für Lizenzen und Wartung zur Verfügung?“ – die Antworten leiten oft zur richtigen Wahl.
Gerne beraten wir dich dabei, den passenden „Page-Builder-Bagger“ auszusuchen oder übernehmen gleich als dein Outsourcing-Partner die Rolle des Bauleiters. Denn eins hat unser Vergleich gezeigt: Es geht nicht um Schwarz oder Weiß, sondern darum, die Stärken jedes Builders zu kennen und gezielt einzusetzen. In diesem Sinne – frohes Bauen und viel Erfolg mit deinem nächsten WordPress-Projekt! 🚧✨
Wer liefert, wer bremst – und welches Tool deinem Projekt wirklich hilft
🏆 Das große Page Builder Ranking 2026: Alle Vor- und Nachteile im Direktvergleich
Nicht jeder Page Builder ist gleich, und längst nicht jeder eignet sich für B2B-Websites, die langfristig skalieren sollen. In dieser Tabelle findest du alle getesteten WordPress Page Builder kompakt gegenübergestellt – mit ihren wichtigsten Stärken, Schwächen, typischen Einsatzfeldern und unserer Gesamtwertung.
Ideal für Entscheider, Entwickler und Agenturen, die in Zukunft nicht doppelt bauen wollen.
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Hinweis: Diese Tabelle ist umfangreich - Auf Deinem jeweiligen Endgerät kannst Du die Tabelle nach links und rechts wischen, um alle Infos zu lesen.
| Platzierung | Name | Vorteile | Nachteile | Zielgruppe |
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Elementor
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Bricks Builder
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Beaver Builder
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Thrive Architect
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SeedProd
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Brizy
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Themify Builder
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Shopify oder WooCommerce? Was Händler wirklich wissen wollen
FAQ zu WordPress Page Buildern 2026:
Klartext statt Marketingversprechen
Welcher Page Builder ist wirklich der richtige? Wie stark wirkt sich ein Builder auf Ladezeit und SEO aus? Gibt es Lock-in-Effekte? Und lohnt sich der Umstieg auf Gutenberg oder sollte man bei Elementor, Thrive & Co. bleiben? In diesem FAQ-Bereich beantworten wir die häufigsten Fragen rund um WordPress Page Builder – praxisnah, strategisch eingeordnet und mit Blick auf Entscheider, Agenturen und ambitionierte Website-Betreiber.
Ein Page Builder ist ein Werkzeug, mit dem du Inhalte in WordPress visuell erstellen und bearbeiten kannst – ganz ohne Programmierkenntnisse. Über Drag & Drop, vorgefertigte Blöcke und Design-Elemente lassen sich Seiten flexibel gestalten. Moderne Page Builder wie Elementor, Bricks, Divi oder Spectra bieten zusätzlich Funktionen wie Theme-Building, WooCommerce-Integration oder sogar KI-gestützte Layout-Hilfen.
Und nein: Wer dir einreden will, dass Page Builder nur „Baukästen für Anfänger“ seien, liegt schlicht daneben. Solche Aussagen stammen meistens von Leuten, die
- seit über zehn Jahren keinen modernen Page Builder mehr angefasst haben,
- noch bei den Freewebspace-Anfängen von 2007 stehen geblieben sind,
- ihre Meinung aus Prinzip nicht revidieren,
- die diese hochmodernen Pagebuilder mit „KI-Versprechen von 3-Klick-Baukasten-Websites vom Hosting-Anbieter“ verwechseln, und
- daran interessiert sind, dir ein „individuelles System“ zu verkaufen, das am Ende nur exakt eine Person versteht – und du die Du dann nie wieder loswirst.
Kurz gesagt: Page Builder sind keine Schwäche, sondern ein Werkzeug. Und wie jedes gute Werkzeug kommt es darauf an, wer es in der Hand hat. Und: Das hier ist kein Baukastenvergleich, sonden ein Pagebuildervergleich.
Mit dem richtigen Setup liefern sie stabile, performante und skalierbare Lösungen – für kleine Websites genauso wie für Enterprise-Projekte. Ohne Scham. Ohne Bauchgefühl-Ausreden.
Nein – aber es kann vieles vereinfachen. WordPress funktioniert auch ohne Page Builder, z. B. mit dem Block Editor (Gutenberg), klassischen Themes – ja, sogar vollständig hardcoded. Wir sind da ganz offen: Wir kennen und schätzen auch Agenturen, die konsequent darauf verzichten. Die bedienen aber oft eine völlig andere Zielgruppe – mit anderen Anforderungen, anderen Prozessen und meist auch ganz anderen Budgets.
Wer jedoch schneller gestalten, effizienter testen oder komplexere Layouts realisieren möchte, profitiert in der Regel von einem Page Builder. Besonders für interdisziplinäre Teams (z. B. Marketing + Entwicklung) bietet ein guter Builder Flexibilität, Klarheit im Workflow und kürzere Abstimmungszeiten.
Und falls dir mal jemand einreden will, dass Page Builder nur etwas für Hobbybastler sind: Lass ihn reden. Meistens stammen solche Aussagen aus einer Mischung aus Halbwissen, steinalten Vorurteilen und Eigeninteresse. Moderne Page Builder haben mit den Baukasten-Gruseln früherer Webhoster rein gar nichts zu tun. Wer heute noch so argumentiert, hat entweder seit Jahren nicht mehr hingeschaut – oder möchte dir ein handcodiertes System verkaufen, das so exklusiv ist, dass nur noch er selbst es versteht. Muss man mögen – oder auch nicht.
Elementor ist aktuell der meistgenutzte Page Builder – er läuft auf über 12 Millionen Websites und hält etwa 40–50% Marktanteil im Page-Builder-Segment¹⁴. Dicht dahinter folgen Divi (rund 15–20% Anteil) und der Block-Editor (Gutenberg) als Core-Alternative. Beliebtheit hängt aber vom Einsatz ab: In Entwicklerkreisen gewinnen Builder wie Bricks an Popularität, während viele Agenturen weiterhin stark auf Elementor setzen.
Ein gut umgesetztes Projekt ist unabhängig vom eingesetzten Page Builder performant. Moderne Builder wie Elementor, Bricks, Divi oder Spectra bringen inzwischen eigene Performance-Features mit – von intelligentem CSS-Loading bis hin zu dynamischem Ressourcenmanagement. Entscheidend ist nicht das Tool, sondern wie du damit arbeitest: saubere Struktur, sinnvolle Bildgrößen, zuverlässiges Hosting und ein durchdachtes Setup sorgen für schnelle Ladezeiten – egal ob mit oder ohne Page Builder.
Grundsätzlich ja: Die meisten Page Builder sind so entwickelt, dass sie mit gängigen Themes und Plugins funktionieren. Elementor, Divi, WPBakery etc. integrieren sich in nahezu jedes Theme¹⁴. Einige Builder ersetzen das Theme komplett (z.B. Oxygen oder Bricks), hier arbeitet man dann mit einem Blank-Theme bzw. deren eigenem Framework.
Bei Plugins gilt: Standard-Plugins (SEO, Formulare, Sicherheit) laufen meist problemlos. Schwierigkeiten kann es bei sehr themeabhängigen Plugins geben (z.B. manche Membership-Plugins erwarten ein klassisches Theme – bei Oxygen müsste man dort ggf. Anpassungen vornehmen). Insgesamt sind moderne Builder jedoch weitgehend kompatibel mit der üblichen WordPress-Umgebung. Im Zweifel empfiehlt es sich, vorab die Hersteller-Dokumentation zu prüfen – positive Integrationen gibt es z.B. für WooCommerce nahezu überall.
Das ist schwierig. Viele Page Builder hinterlassen Shortcodes oder proprietären Code im Inhalt, der ohne das jeweilige Plugin nicht korrekt dargestellt wird. Beispielsweise speichert WPBakery Layouts als verschachtelte Shortcodes, Divi arbeitet ebenfalls stark shortcode-basiert, und auch Elementor-Inhalte sind ohne aktives Plugin nicht mehr formatiert darstellbar.
Ein Wechsel des Builders bedeutet daher häufig, dass Seiten neu aufgebaut werden müssen. Eine Ausnahme ist der Gutenberg-Ansatz: Inhalte, die als Blöcke erstellt wurden, bleiben in WordPress lesbar, da sie Core-konform gespeichert sind. Wer langfristig flexibel bleiben möchte, fährt mit Gutenberg (ggf. plus Spectra) strategisch sicherer. Grundsätzlich sollte die Wahl eines Page Builders jedoch als langfristiges Commitment betrachtet werden – meist begleitet er die Website über ihren gesamten Lebenszyklus.
Die Update-Frequenz variiert: Elementor und Divi liefern alle 4–8 Wochen Features oder Verbesserungen. Bricks bringt alle paar Monate größere Updates dank Community-Feedback. Thrive Suite aktualisiert monatlich kleine Optimierungen. WPBakery erhält nur noch gelegentlich Updates (Wartung). In der Regel sind Updates der bekannten Builder zuverlässig und gehen glatt durch – sie werden vorab getestet, große Fehler sind selten. Wichtig ist, bei Major-Updates kurz zu prüfen, ob Dritt-Addons kompatibel sind. Wir empfehlen, Updates zeitnah einzuspielen, schon wegen Sicherheitsaspekten. Viele Page Builder bieten Change-Logs und Beta-Tests an, sodass man sich vorab informieren kann. Insgesamt: Die großen Builder werden aktiv gepflegt (Ausnahme evtl. Oxygen – hier wird nur noch minimal gewartet), sodass man von kontinuierlichen Verbesserungen profitieren kann.
Das kommt darauf an: Gutenberg ist inzwischen erstaunlich leistungsfähig, besonders mit Erweiterungen wie Spectra. Er ist schlanker, kostenlos und zukunftssicher, da Teil von WordPress. Für Standard-Seiten und Blogs reicht er oft aus und bringt Performance-Vorteile. Page Builder Plugins wie Elementor oder Divi bieten dagegen (noch) mehr Komfort, vorgefertigte Designs und spezielle Widgets – gerade bei komplexen Layouts und Nicht-Entwicklern beliebt. Sie können aber zu Lock-in und Performance-Ballast führen. Langfristig holt Gutenberg mit Full Site Editing vieles auf, was Builder können. Aktuell gilt: Für maximale Designfreiheit und schnelle Umsetzung ohne Programmierung greifen viele noch zu Plugins. Wer hingegen näher am WordPress-Core bleiben will und bereit ist, (noch) ein paar Abstriche in der Bequemlichkeit zu machen, kann mit Gutenberg eine sehr solide Website bauen – insbesondere in Kombination mit ein paar guten Block-Plugins
Brizy und Elementor gelten als sehr einsteigerfreundlich. Brizy wegen seines minimalistischen, intuitiven Inline-Editing – man braucht kaum Einarbeitung. Elementor bietet viele Vorlagen und eine große Community, sodass Anfänger schnell Hilfe finden und Ergebnisse erzielen. Spectra (Gutenberg) ist ebenfalls anfängerfreundlich, wenn man sich an die Block-Idee gewöhnt hat – es fühlt sich an wie „Word-Dokument bauen“, was viele Neulinge anspricht. Generell sind alle modernen Builder mit Drag&Drop für Anfänger gemacht, aber diejenigen mit klarer Oberfläche und vielen Templates (Elementor, Brizy, Divi) punkten hier besonders. Wichtig: Egal welcher Builder, Anfänger sollten sich etwas in die Grundlagen einarbeiten (es gibt viele Tutorials), um typische Fehler zu vermeiden und das Beste herauszuholen.
Ja, sie funktionieren. Von Elementor bis Bricks – Multisite ist kein Hexenwerk. Manche Lizenzmodelle unterscheiden Sites, klar. Aber technisch? Kein Thema. Wenn’s crasht, war’s wahrscheinlich eher das Plugin aus dem Jahr 2014, das im Einsatz geblieben ist, weil „der Kollege sich damit mal was gebastelt hat“.
Keine Explosion. Kein schwarzes Loch. Aber das Styling ist weg – logisch. Je nach Builder bleiben Shortcodes (WPBakery, Divi) oder HTML-Content (Elementor, Bricks). Wer da von „Gefangenschaft“ spricht, sollte mal die Beziehung zu seinem Tech-Stack reflektieren. Spoiler: Auch handgecodete Seiten sind nicht migrationsfreundlich.
Wenn du einen Page Builder richtig einsetzt: Ja, dein Team kann Inhalte bearbeiten. Allein. Mit Vorschau. Ohne Bitten, ohne nervige Slack-Nachrichten.
Wenn nicht? Dann ist das kein Toolproblem – sondern ein Prozessproblem. Oder eine perfide Strategie, damit bloß niemand außer dem Dev-Team was ändert. (Gibt’s. Schon erlebt.)
Ja, echt. Enterprise bedeutet nicht automatisch 120k Zeilen Custom Code und ein eigenes Theme-Framework aus 2016. Elementor ist stabil, performant (wenn man’s richtig macht), skalierbar und hat Rollen- & Rechteverwaltung. Wenn das für „Enterprise“ nicht reicht, reden wir vermutlich über ein Entwickler-Ego – nicht über ein Projekt.
Und falls du denkst: „Ja gut, aber das nutzt doch kein ernstzunehmendes Unternehmen“ – dann schnall dich besser an. Mailchimp? Setzt für sein Marketing-Portal auf Elementor. Warby Parker, der stylishe US-Brillenriese? Ebenfalls. The Points Guy, einer der größten Reiseblogs der Welt? Läuft damit. A24, das Oscar-prämierte Filmstudio? Elementor – für ihren hochfrequentierten Merch-Shop. Selbst Headspace, die globale Meditationsmarke, nutzt Elementors Barrierefreiheitsfeatures. Zufall? Muss wohl.
Oder… vielleicht ist Elementor einfach doch ein bisschen enterprisefähiger, als es manche Developer-Meinung zulassen will.
Quellen (für alle, die’s ganz genau nehmen):
Kommt drauf an. Du willst maximale Kontrolle, Skalierbarkeit, Update-Sicherheit? Dann nimm Builder + schlankes Theme.
Du willst ein Komplettpaket, das sofort läuft und nie mehr angefasst wird? Dann: Divi.
Du willst beides und am besten kostenlos? Dann viel Spaß mit Wartungs-Support um 3 Uhr morgens.
Ein Page Builder ist kein Cookie. Und auch kein Google Script. Was du wie einbindest, entscheidet über DSGVO – nicht der Builder.
Selbst hosten? Lokalisieren? Consent korrekt steuern? Kannst du alles haben. Und wenn du’s nicht tust, liegt das Problem nicht am Tool – sondern am Setup, am Projektmanagement oder an einem übermotivierten Datenschutzberater mit Checklistenfetisch.
Und diese „Google-Fonts-Abmahnwelle“? Ja, 2022 hat das Landgericht München I (Az. 3 O 17493/20) entschieden, dass das ungefragte Nachladen von Google Fonts ein Datenschutzverstoß sein kann.
Und dann? Was glaubst du, wie viele kleine und mittelständische Unternehmen seitdem wirklich zahlen mussten? Richtig: so gut wie keiner.
Die meisten Schreiben waren Massenabzocke, juristisch wackelig, automatisiert generiert – und verschwanden genauso schnell wieder, wie sie auftauchten. Fakt am Rande: Kein einziger unserer Kunden hat bisher auch nur einen Cent gezahlt.
Natürlich sollst du Google Fonts sauber lokal einbinden. Klar. Aber hör bitte auf, aus einer extern geladenen Font-Datei eine Staatsaffäre zu machen. 🙏 🙄
DSGVO gibt’s seit 2018. In zwei Jahren feiern wir das 10-jährige – mit exakt derselben Unsicherheit wie damals. Die Großen hat’s nie wirklich gejuckt, bzw. haben sie etwaige Strafen aus der Portokasse bezahlt. Die Kleinen haben gelernt, Websites mit Angst zu verbinden.
Zeit, das wieder zu verlernen. Panik ist kein Sicherheitskonzept. Und Datenschutz kein Vorwand, um Fortschritt zu blockieren.
Kürzer als du denkst. Länger als du hoffst.
Mit klarer Struktur, sauberem Briefing und Entscheidern, die entscheiden, ist eine Seite in wenigen Tagen oder Wochen live. Selten in Monaten.
Aber – und das wissen wir alle – Projekte skalieren mit ihren Anforderungen. Und wenn’s groß wird, wird’s eben groß. Ob mit oder ohne Page Builder.
Und wenn dann Feedback kommt wie: „Das Blau fühlt sich nicht mehr nach Q1 an“ – dann, naja… dann hilft dir auch kein Builder der Welt.
Nein. Du brauchst schon ein eigenes Framework, das dein SEO-Consultant für 5k im Monat mit YAML-Dateien befüllt. Contentpläne für 10k, Backlinks für 20k und Bestechungsgeld für Google für 100k. Mindestens.
Das war natürlich ein kleiner Spaß. Natürlich geht das. Sauberer Code, schnelle Ladezeiten, semantisches HTML – moderne Builder liefern das längst mit. Mit dem Page Builder hat das am Ende herzlich wenig zu tun. Was zählt, sind endgeile Inhalte, Struktur, Mobilfreundlichkeit, Ladezeit, Bilder – und der Wille, das alles wirklich durchzuziehen. Nicht, ob du’s per Mausklick oder Code-Editor gebaut hast.
Tja, und jetzt bist ausgerechnet du hier – mitten in einem Page-Builder-Artikel. Mitten in den Untiefen einer F.A.Q. Und lieste genau diesen Satz hier. Vielleicht ist das Problem ja tatsächlich nicht das Tool? Nur so ein verrückter Gedanke.
Man kann alles. Nur nicht auf Knopfdruck.
Ob ergänzen, überarbeiten oder von Grund auf neu bauen – hängt von deiner aktuellen Seite ab. Und davon, ob man da jemals mit System gearbeitet hat… oder einfach immer nur „irgendwas schnell gelöst“ hat. Erkennen wir übrigens ziemlich schnell. 😉
Ja. Barrierefreiheit ist keine Frage des Builders, sondern des Anspruchs.
Alt-Texte, Kontrast, Fokusführung, semantische Hierarchie – all das lässt sich umsetzen. Tools wie Bricks oder Elementor helfen sogar dabei. Die Frage ist: Nimmst du dir die Zeit dafür – oder baust du erst mal, wie’s halt so kommt?
Elementor (seit 2016), Divi (seit 2013), Bricks (seit 2021), WPBakery (ursprünglich 2011) & Co. haben Millionen aktive Nutzer.
Die verschwinden nicht einfach, nur weil jemand auf LinkedIn meint, dass „Gutenberg eh bald alles übernimmt“.
Und wenn ein Tool doch stirbt? Dann migrieren wir dich. Strategisch. Sanft. Ohne Panik. Im Zweifel überleben Page Builder aber eher deinen Tech-Stack. Oder deinen CTO.
Wenn du in der Template-Hölle landest, liegt’s meistens nicht am Tool. Gute Builder geben dir volle Designkontrolle, dynamische Inhalte, eigene CSS-Klassen, Bedingungen, Hooks.
Aber klar: Wenn du nur per Drag&Drop auf Zufall klickst, bekommst du auch Zufall. Freiheit heißt: Du darfst alles. Musst aber auch wissen, was du tust.