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KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt (KI-generiert)Mit Hilfe von KI generiert

KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt

Inhaltsverzeichnis

Auf jeder Tiefkühlpizza steht er, klein und unten in der Ecke: Serviervorschlag. Ein Wort, das niemand liest und jeder kennt. Es sagt: Das Bild ist schöner als das, was gleich aus dem Karton kommt. Niemand fühlt sich dadurch betrogen – im Gegenteil. Betrogen fühlt man sich erst, wenn der Hinweis fehlt und das Foto so tut, als wäre es die Wirklichkeit.

Seit dem 2. August 2026 braucht das Internet so einen Serviervorschlag. Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung, des AI Act, verlangt, dass bestimmte KI-generierte Bilder als solche erkennbar sind. Und weil inzwischen fast jede Unternehmenswebsite irgendwo ein Bild aus ChatGPT, Midjourney oder Firefly verwendet, betrifft das deutlich mehr Betriebe, als die Schlagzeilen über gefälschte Politikervideos vermuten lassen.

Dieser Beitrag klärt, welche Bilder ihr wirklich kennzeichnen müsst, wie ein Hinweis aussieht, der auch beim Teilen noch dran ist – und wie ihr KI-Bilder in WordPress in fünf Minuten kennzeichnet. Mit unserem eigenen Plugin, das es seit dem 24. September 2026 kostenlos im offiziellen WordPress-Verzeichnis gibt. Zwei interaktive Werkzeuge zum Ausprobieren sind auch dabei.

Der Serviervorschlag | KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt (KI-generiert)Mit Hilfe von KI generiert

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 2. August 2026 gilt Art. 50 AI Act. Wer KI beruflich einsetzt, muss realistisch wirkende KI-Bilder offenlegen.
  • Betroffen sind Bilder, die echten Personen, Orten, Gegenständen oder Ereignissen ähneln und für echt gehalten werden könnten. Offensichtlich künstlerische, satirische oder fiktive Werke brauchen nur einen zurückhaltenden Hinweis.
  • Der Hinweis muss spätestens beim ersten Blick klar erkennbar sein – am besten direkt am Bild, als Symbol mit Text. Die EU stellt dafür freie Icons bereit.
  • Bußgeldrahmen: bis 15 Mio. Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes, bei kleinen und mittleren Unternehmen der jeweils niedrigere Betrag.
  • In WordPress: Das Plugin Axolotl AI Act Image Labeling kennzeichnet Bilder kostenlos. Die Premium-Version gibt es nur direkt bei medienvirus.
Das Team-Foto, das es nicht gibt | KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt (KI-generiert)Mit Hilfe von KI generiert
Die Lage

Was seit dem 2. August 2026 wirklich gilt

Um die Kennzeichnungspflicht kursieren zwei Legenden. Die eine sagt: Ab sofort muss jedes KI-Bild ein Etikett tragen. Die andere: Das betrifft nur Deepfakes von Prominenten, also niemanden von uns. Beide stimmen nicht.

Der AI Act unterscheidet zwei Rollen. Anbieter sind die, die ein KI-System bauen und anbieten – OpenAI, Google, Adobe, Midjourney. Sie müssen die Ausgaben ihrer Systeme maschinenlesbar als künstlich erzeugt markieren (Art. 50 Abs. 2). Für Systeme, die schon vor dem Stichtag auf dem Markt waren, gilt dabei laut IHK Köln eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026.

Betreiber sind alle, die ein KI-System in eigener Verantwortung beruflich einsetzen – also auch der Handwerksbetrieb, der sein Titelbild generieren lässt, und die Agentur, die für einen Kunden ein Motiv baut. Für sie gilt Absatz 4: Wer Bild-, Ton- oder Videoinhalte erzeugt oder verändert, die ein Deepfake sind, muss offenlegen, dass sie künstlich erzeugt oder manipuliert wurden.

Und was ein Deepfake ist, fasst das Gesetz breiter, als das Wort klingt: Inhalte, die existierenden Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähneln und einem Menschen fälschlich als echt oder wahrheitsgemäß erscheinen würden. Es geht also nicht nur um den gefälschten Kanzler. Es geht auch um das fotorealistische Team-Foto mit Menschen, die es nicht gibt, um das Badezimmer, das so nie eingebaut wurde, und um das Produktfoto, das die KI schöner gerechnet hat, als das Produkt ist.

Ausgenommen ist die rein private Nutzung – der Betreiberbegriff endet dort, wo die berufliche Tätigkeit aufhört. Für offensichtlich künstlerische, kreative, satirische oder fiktive Werke gilt eine abgeschwächte Pflicht: ein Hinweis in geeigneter Form, der das Werk nicht stört.

Bei Verstößen gegen die Transparenzpflichten sieht die Verordnung Geldbußen von bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor; bei kleinen und mittleren Unternehmen gilt der jeweils niedrigere Betrag. Wie streng die Aufsicht in Deutschland prüfen wird, weiß heute noch niemand. Aber niemand muss der erste Fall sein, an dem es jemand herausfindet.

Das Bild darf schöner sein als die Wirklichkeit. Es darf nur nicht so tun, als wäre es die Wirklichkeit.

medienvirus

Muss dieses Bild gekennzeichnet werden? | KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt (KI-generiert)Mit Hilfe von KI generiert
Der Schnelltest

Muss man KI-generierte Bilder kennzeichnen?

Für die meisten Bilder lässt sich die Frage mit höchstens vier Fragen beantworten. Der Check geht sie mit euch durch, Bild für Bild, so oft ihr wollt. Er ersetzt keine Rechtsberatung – aber er trennt die klaren Fälle von denen, bei denen ihr genauer hinsehen solltet.

Der Kennzeichnungs-Check

Muss dieses Bild gekennzeichnet werden?

Denkt an ein konkretes Bild auf eurer Website und beantwortet bis zu vier Fragen. Heraus kommt eine erste Einschätzung nach Art. 50 AI Act.

Frage 1 von 4

Nutzt ihr das Bild beruflich – auf der Firmenwebsite, im Shop, in Werbung oder auf einem Unternehmenskanal?

Worauf diese Einschätzung beruht

Grundlage sind Art. 50 Abs. 4 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689 und die Erläuterungen der EU-Kommission zu den EU-Icons. Betreiber ist, wer ein KI-System in eigener Verantwortung beruflich nutzt; private Nutzung ist ausgenommen. Offenzulegen sind Bild-, Ton- und Videoinhalte, die existierenden Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähneln und fälschlich als echt erscheinen würden. Bei offensichtlich künstlerischen, kreativen, satirischen oder fiktiven Werken beschränkt sich die Pflicht auf einen Hinweis, der die Darstellung nicht beeinträchtigt. Der Check ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung – in Grenzfällen hilft eine fachkundige Prüfung.

Auffällig ist, wie selten am Ende „keine Pflicht“ herauskommt, sobald ein Bild fotorealistisch ist. Und der Check zeigt noch etwas: Die Grenze zwischen „muss“ und „muss nicht“ ist unscharf. Ob ein Bild als echt erscheinen würde, beurteilt am Ende nicht ihr, sondern jemand, der euren Beitrag zum ersten Mal sieht.

Deshalb handhaben wir es in eigenen Projekten und bei Kunden pragmatisch: Was eine KI erzeugt hat und echt aussieht, bekommt einen Hinweis. Er kostet nichts, er nimmt dem Bild nichts – und er beendet die Diskussion, bevor sie jemand anders anfängt.

Das Label gehört ans Bild | KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt (KI-generiert)Mit Hilfe von KI generiert
Die Praxis

Wie man KI-Bilder richtig kennzeichnet

Das Gesetz verlangt, dass der Hinweis klar und eindeutig ist und spätestens beim ersten Kontakt wahrgenommen wird. Wie das konkret aussehen soll, hat die EU-Kommission inzwischen nachgereicht: mit einem Verhaltenskodex für die Kennzeichnung KI-generierter Inhalte und mit frei verfügbaren EU-Icons in drei Varianten – ein Grundsymbol, eines für vollständig KI-generierte und eines für teilweise KI-veränderte Inhalte. Aus der Zusammenfassung der Kommission ergeben sich fünf Regeln, die sich auf jede Website übertragen lassen:

  • Sichtbar beim ersten Blick Das Kennzeichen gehört ans Bild – nicht ins Impressum und nicht in einen Absatz drei Bildschirme tiefer. Wer das Bild sieht, soll den Hinweis im selben Moment sehen.
  • Frei, nicht verdeckt Kein Slider-Pfeil, kein Button und kein Banner über der Ecke, in der das Label sitzt. Die Kommission betont, dass das Icon dort stehen soll, wo keine anderen Elemente darüberliegen.
  • Am Inhalt selbst – auch beim Teilen Das Icon soll direkt in den Inhalt eingebettet sein; ein Overlay der Oberfläche gilt als gleichwertige Alternative. Und es soll sichtbar bleiben, wenn der Inhalt geteilt oder heruntergeladen wird. Genau hier scheitern die meisten Lösungen.
  • Mit Worten, nicht nur mit Symbol Die EU hat ihre Icons im Nutzertest geprüft: Mit einer Textbeschriftung daneben wurden sie in allen Messgrößen besser verstanden. Ein „KI-generiert“ neben dem Symbol ist also kein Schmuck, sondern Wirkung.
  • Maschinenlesbar, wo es geht Für Suchmaschinen, Plattformen und Prüfwerkzeuge zählt, was in der Datei steht: IPTC/XMP-Angaben wie „Digital Source Type“ oder künftig C2PA-Content-Credentials. Streng genommen ist das Anbieterpflicht – auf Betreiberseite schadet es aber nie.

Übrigens: Die EU-Icons zu verwenden ist freiwillig. Die Kennzeichnung nicht. Die Kommission weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Icon allein noch keine Rechtskonformität herstellt – entscheidend ist, ob der Hinweis tatsächlich wahrgenommen wird.

Was beim Teilen übrig bleibt | KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt (KI-generiert)Mit Hilfe von KI generiert
Der Unterschied

Overlay oder eingebrannt: Was beim Teilen übrig bleibt

Eine Kennzeichnung auf einer Website kann auf zwei Arten entstehen. Beim Overlay legt die Seite das Label per HTML und CSS über das Bild; die Datei selbst bleibt unverändert. Beim Einbrennen wird das Label in die Bilddatei geschrieben und ist Teil der Pixel. Auf eurer Website sehen beide gleich aus. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn das Bild die Website verlässt.

Selbst ausprobieren

Wo ist das Label, wenn das Bild unterwegs ist?

Wählt die Art der Kennzeichnung und schickt das Bild auf die Reise. Ihr seht, was beim Empfänger ankommt.

Art der Kennzeichnung

Wo das Bild gerade ist

medienvirus.de/beispiel

Label sichtbar
Warum das so ist

Ein Overlay entsteht erst im Browser: Die Website legt per HTML und CSS ein Element über das Bild. Die Datei auf dem Server bleibt unverändert. Alles, was die Datei selbst weitergibt – Download, „Bild kopieren“, Messenger, das og:image einer Linkvorschau –, kommt deshalb ohne Label an. Ein eingebranntes Label ist Teil der Pixel und reist überall mit. Das Plugin schreibt es in eine Kopie der Datei, das Original bleibt erhalten.

Das Overlay ist die elegantere Lösung für die eigene Seite: Die Originaldatei bleibt sauber, Position und Größe lassen sich jederzeit ändern, nichts ist endgültig. Das Einbrennen ist die robustere: Wer das Bild herunterlädt, kopiert oder in einen Messenger zieht, nimmt den Hinweis mit. Für Bilder, die unterwegs sein werden – Pressefotos, Motive für Social Media, Beitragsbilder, die in jeder Linkvorschau auftauchen – ist das der bessere Weg.

Axolotl KI-Kennzeichnung für WordPress | KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt (KI-generiert)Mit Hilfe von KI generiert
Das Werkzeug

KI-Bilder in WordPress kennzeichnen – jetzt kostenlos

Weil uns genau diese Fragen in Kundenprojekten seit Monaten begleiten, haben wir das Werkzeug dafür selbst gebaut. Seit dem 24. September 2026 steht es als Axolotl AI Act Image Labeling kostenlos im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis – das erste Plugin unserer Axolotl Plugin Suite, das dort erscheint. Installieren lässt es sich direkt im Dashboard unter Plugins → Installieren, Suchbegriff „Axolotl AI Act“.

Die kostenlose Version ist kein Lockangebot mit angezogener Handbremse, sondern für sich allein vollständig nutzbar – ohne Testphase und ohne Konto bei uns:

  • Ein Haken pro Bild In der Mediathek bekommt jedes Bild eine Checkbox, mit der ihr es als KI-generiert markiert. Nichts passiert automatisch – ihr entscheidet Bild für Bild.
  • Overlay oder eingebrannt Beide Wege aus dem Abschnitt oben: das Label als Overlay über dem Bild oder fest in eine Kopie der Datei geschrieben. Das Original bleibt dabei immer erhalten.
  • Position, Größe, Live-Vorschau Vier Ecken, drei Größen, und eine Vorschau, die sich bei jeder Änderung sofort mitbewegt.
  • Überall, wo Bilder stehen Klassischer Editor, Gutenberg-Bildblock und Elementor-Bild-Widget. In WooCommerce trägt das große Produktbild das Label, die kleinen Galerie-Vorschaubilder bleiben frei.
  • Überblick in der Mediathek Eine eigene KI-Spalte in der Listenansicht zeigt auf einen Blick, welche Bilder gekennzeichnet sind.

Technisch braucht das Plugin WordPress ab 5.8 und PHP ab 7.2, getestet ist es bis WordPress 7.1. Eingebrannt wird über die PHP-Bibliothek GD, in JPEG, PNG, GIF und WebP. Wer gerade ohnehin Wartung und Updates an seiner Seite plant, kann die Kennzeichnung gleich mit erledigen.

Die Erweiterung

Premium gibt es nur direkt bei uns

Wer mehr braucht als ein sauberes Standardlabel, bekommt die Premium-Erweiterung. Die gibt es bewusst nicht im Plugin-Verzeichnis und auf keinem Marktplatz, sondern nur direkt bei medienvirus – mit Einrichtung und mit einem Ansprechpartner, der das Plugin selbst geschrieben hat.

  • Euer eigenes Label Eigener Text wie „Mit Hilfe von KI generiert“, ein Icon davor oder ein komplett eigenes Label-Bild – etwa das EU-Icon. Dazu Farben, Form, Transparenz, freie Größe und eine eigene Schrift fürs Einbrennen.
  • Maschinenlesbare Metadaten IPTC/XMP „Digital Source Type: trainedAlgorithmicMedia“ direkt in JPEG und PNG. C2PA-Content-Credentials sind in Vorbereitung.
  • Wasserzeichen Ein diagonales Kachelwasserzeichen über das ganze Bild und optional ein unsichtbares Wasserzeichen – Letzteres ausdrücklich nur als Ergänzung.
  • Arbeit in Masse Sammel-Kennzeichnung in der Listen- und Rasteransicht der Mediathek, die Checkbox direkt im Elementor-Bild-Widget und ein automatischer Zusatz im Alt-Text.
  • Ein Protokoll als Nachweis Wer hat wann welches Bild gekennzeichnet – festgehalten auf einer eigenen Unterseite.

Gerade das Protokoll wird gern unterschätzt. Wenn irgendwann jemand fragt, seit wann ein Bild gekennzeichnet ist, ist „ich glaube, schon länger“ eine schlechte Antwort. Alle Plugins der Suite findet ihr auf unserer Produktseite.

Das kostenlose Plugin bringt das Etikett an. Premium sorgt dafür, dass ihr später auch belegen könnt, wann und wo es dran war.

medienvirus

Aus eigener Werkstatt | KI-Bilder kennzeichnen: Der Serviervorschlag fürs Internet – und wie WordPress das jetzt kostenlos erledigt (KI-generiert)Mit Hilfe von KI generiert
Aus eigener Werkstatt

Was das Plugin kann – und was bewusst nicht

Falls es euch aufgefallen ist: Jedes Bild in diesem Beitrag trägt in der Ecke den Hinweis „Mit Hilfe von KI generiert“. Das ist das Plugin im Einsatz, auf unserer eigenen Seite, mit einem Premium-Label. Wir verlangen von niemandem etwas, das wir nicht selbst machen.

Genauso wichtig ist, was es nicht tut. Es erkennt KI-Bilder nicht von selbst – eine automatische Erkennung ist in Entwicklung, heute entscheidet ihr. Es prüft auch nicht, ob ein Bild gekennzeichnet werden muss; das kann kein Plugin. Es ist keine Rechtsberatung, sondern ein technisches Werkzeug, das einen sichtbaren Hinweis sauber und einheitlich anbringt. Und das unsichtbare Wasserzeichen der Premium-Version übersteht Zuschneiden, Screenshots und Formatwechsel meist nicht – als alleinige Kennzeichnung reicht es nicht.

Wer tiefer in die Verordnung einsteigen will: Unser Beitrag zur Erklärung des EU AI Acts ordnet ein, was sie für Webagenturen, Designer und Content Creator bedeutet. Und wer gerade ohnehin die Bilder seiner Website anfasst, sollte dabei gleich an die Suchmaschinenoptimierung für Bilder in WordPress denken – Alt-Texte, Dateinamen und Größen gehören in denselben Arbeitsgang.

FAQ

Was uns dazu oft gefragt wird

Wenn ihr sie beruflich nutzt und sie realistisch wirken, ja: Seit dem 2. August 2026 müssen Betreiber nach Art. 50 Abs. 4 AI Act offenlegen, dass Bilder künstlich erzeugt oder manipuliert sind, sofern sie echten Personen, Orten, Gegenständen oder Ereignissen ähneln und für echt gehalten werden könnten. Bei offensichtlich künstlerischen, satirischen oder fiktiven Werken genügt ein zurückhaltender Hinweis. Rein private Nutzung ist ausgenommen.

Mit einem sichtbaren Hinweis direkt am Bild, der spätestens beim ersten Blick wahrgenommen wird – am besten ein Symbol mit Text wie „KI-generiert“. In WordPress geht das mit dem kostenlosen Plugin Axolotl AI Act Image Labeling: Bild in der Mediathek anhaken, Position und Größe wählen, fertig. Ergänzend helfen maschinenlesbare Metadaten in der Datei.

Das Impressum reicht nicht, denn dort sieht den Hinweis niemand im Moment des ersten Kontakts. Eine Bildunterschrift direkt am Bild kann funktionieren, wird aber leicht überlesen und geht verloren, sobald das Bild geteilt oder heruntergeladen wird. Ein Label im Bild selbst ist deutlich robuster.

Standardbearbeitung wie Belichtung, Farbkorrektur, Zuschnitt oder kleine Retuschen löst keine Kennzeichnungspflicht aus. Verändert die KI den Inhalt wesentlich – ein Gesicht wird getauscht, eine leere Wohnung wird eingerichtet, Gegenstände kommen hinzu –, gilt das Bild als manipuliert. Für diesen Fall gibt es ein eigenes EU-Icon „teilweise KI-verändert“.

Die Pflicht hängt nicht an der Plattform, sondern am Inhalt und an der beruflichen Nutzung. Für ein Unternehmensprofil gelten also dieselben Regeln wie für die Website. Die Plattformen bieten eigene Schalter für KI-Hinweise an; ein ins Bild eingebranntes Label ist unabhängig davon immer dabei.

Die Pflicht knüpft daran an, dass Menschen den Inhalt zu sehen bekommen. KI-Bilder, die schon vor dem 2. August 2026 online waren und weiterhin gezeigt werden, solltet ihr deshalb ebenfalls kennzeichnen. Mit einem Plugin ist das für den ganzen Bestand in einem Arbeitsgang erledigt.

Ja. Axolotl AI Act Image Labeling steht unter der GPL im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis und ist ohne Testphase und ohne Konto vollständig nutzbar. Die optionale Premium-Erweiterung mit eigenen Labels, Metadaten, Wasserzeichen, Sammelaktionen und Protokoll gibt es ausschließlich direkt bei medienvirus.

Ja. Gekennzeichnete Bilder werden im klassischen Editor, im Gutenberg-Bildblock und im Elementor-Bild-Widget berücksichtigt. In WooCommerce trägt das große Produktbild das Label, die kleinen Galerie-Vorschaubilder bleiben frei.

Ihr wollt, dass wir die Kennzeichnung für euren Bildbestand einmal sauber einrichten – oder habt eine Frage zur Premium-Version? Schreibt uns, wir melden uns.

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